Mängel: Einige namhafte Gutachter haben jetzt nachgezählt, wie viele Module sie in den letzten fünf Jahren in den Händen hatten, die von dem Problem betroffen waren. Es sind sehr viele. Investoren brauchen daher dringend Klarheit, wie sehr Schneckenspuren den Ertrag einer Anlage mindern
Ontario: Trotz hoher finanzieller Anreize und einer großen Projektpipeline wurden in der kanadischen Provinz bisher vergleichsweise wenig Photovoltaikanlagen installiert. Die Solarbranche hofft nun auf raschere Genehmigungszeiten und eine größere Akzeptanz bei den Banken.
Neue Märkte: Viele kontroverse Themen haben das Jahr 2011 bestimmt – sinkende Modulpreise, Insolvenzen, die Atomkatastrophe in Fukushima, der Handelsstreit zwischen den USA und China. Es ist jedoch nicht alles verloren: Während viele traditionelle Solarmärkte leiden, ist eine Reihe neuer Märkte darum bemüht, die Lücke zu füllen.
Rohstoffe: Bei Metallen wie Tellur, Indium und Gallium könnte es einer EU-Studie zufolge in Zukunft zu Versorgungsengpässen kommen. Das liegt vor allem an der wachsenden Nachfrage aus der Photovoltaikindustrie. Jetzt hat mit First Solar ein erster großer Solarproduzent in eine eigene Mine investiert.
Jahresausblick: Es fällt schwer, die Perspektiven der Photovoltaikbranche in Deutschland für das neue Jahr vorherzusagen. Zu unsicher sind die energiepolitischen Rahmenbedingungen. Alles läuft auf zwei Szenarien hinaus. Aber ein Spaziergang wird 2012 so oder so nicht.
Photovoltaik Global 30: Die Spekulationen um den Euro setzten auch die Photovoltaikbranche unter Druck. Insgesamt blieb der Branchenindex jedoch stabil.
Geschäftsklima: Der aktuelle Konjunkturindex ist von dem zum Jahresende üblichen Abschwung geprägt. Immerhin haben die Optimisten trotzdem in vielen Regionen ihre Mehrheit behauptet.
Modulpreise: Trotz Schwankungen bei der Nachfrage sind die Preise für Photovoltaikmodule weiter gesunken. Aktuelle politische Diskussionen verunsichern die Branche.
Eigenverbrauch: Wer Geld verschenken will, speist seinen Solarstrom ins öffentliche Netz. Zumindest seit dem 1. Januar 2012: Bei Neuinstallationen liegt die Einspeisevergütung für Aufdachanlagen nämlich unter dem, was Privatkunden für Netzstrom zahlen müssen. Eine Chance für Anlagen auf Mehrparteienhäusern, wenn die Branche die Details klärt.
Solarförderung: Noch bevor die EEG-Novelle wirklich in Kraft ist, kommen neue Rufe nach einer Begrenzung des Photovoltaikzubaus. Eine Diskussion, die alle Jahre wieder neu aufflammt. Im Januar könnte nun aus dem „atmenden“ ein „würgender Deckel“ werden – mit nicht vorhersehbaren Folgen für den Markt. Die Argumente dafür sind sehr zweifelhaft, denn der Ausbau der Photovoltaik ist wichtig für die Energiewende.