Intersolar in San Francisco: Die weltweit größte Messe für Solartechnik, die Intersolar, macht den Sprung nach Kalifornien. Erstmals findet Mitte Juli in San Francisco die Intersolar North America statt. Die Fachmesse kooperiert mit der Halbleiter- und Mikroelektronikmesse SEMICON West. Dadurch erhofft man sich Synergieeffekte.
Modulspezifizierung: Wer ein Solarmodul kauft, will wissen, wie viel Leistung es bringt. Und das nicht nur heute, sondern auch in 20 Jahren noch. Gerade bei neuen Technologien stellt das die Ingenieure vor große Herausforderungen, da auch sie nicht ohne weiteres in die Zukunft schauen können. Stuttgarter Wissenschaftler haben sich jetzt auf die Prüfung von Dünnschichtzellen spezialisiert. Denn wer die speziellen Dünnschichteigenschaften nicht beachtet, dem drohen falsche Ertragsprognosen.
Solar Power International: Von wegen Börsenkrise – bei der Solar Power International in San Diego herrschte Aufbruchstimmung. Mit 22.500 Besuchern stellte die Kongressmesse, die vom 13. bis 16. Oktober stattfand, einen neuen Teilnehmerrekord auf. Gefeiert wurde die Verlängerung von Steuerkrediten für Solaranlagen.
Photovoltaik in Kuwait: Ursprünglich war Kuwait eines der ersten Länder in der Golfregion, das in Photovoltaikforschung investierte. Mit der irakischen Invasion fielen die Projekte in einen 15-jährigen Dornröschenschlaf. Jetzt nehmen sie wieder an Fahrt auf. Hasan AlBusairi, Wissenschaftler am Kuwait Institute for Scientific Research, warnt jedoch vor übertriebenen Erwartungen.
Neue Einspeisevergütung: Zum 1. Januar 2009 tritt in der Schweiz eine neue Energieverordnung in Kraft, die für Solarstrom erstmals landesweit eine kostendeckende Vergütung vorsieht. Wegen der vorgesehenen Deckelung ist ein Solarboom allerdings nicht zu erwarten.
Voller Durchblick: Farbstoff-Solarzellen liefern auch bei geringer Einstrahlung und diffusem Licht noch ausreichend Strom. Sie sind einfach herzustellen und öffnen der Solartechnik ganz neue Anwendungen. Forscher am Fraunhofer ISE haben transparente Module entwickelt, mit denen Fassaden zur Stromquelle werden.
Neue Netze: Stromnetz und Internet könnten schon bald zu so genannten Smart-Grids zusammenwachsen. Dabei gleichen sich sowohl Stromverbraucher als auch Kraftwerke gegenseitig aus, und auch Angebot und Nachfrage stimmen sich automatisch aufeinander ab. Das spart Energie und verhindert Stromausfälle.
Recycling von Dünnschichtmodulen: Möglichkeiten eines umweltfreundlichen Recyclings von CdTe- und CIS-Dünnschichtmodulen möchte das EU-Life Projekt Resolved demonstrieren. Im Fokus stehen ein verringerter Energieverbrauch und ein reduzierter Chemikalieneinsatz.
Pionierarbeit: Immer mehr deutsche Firmen machen den Sprung über den großen Teich. Die Nase vorne hat Solarworld. In Hillsboro, Oregon, wird derzeit rund um die Uhr am Umbau einer Halbleiterfabrik gearbeitet. In den kommenden Wochen soll dort die größte Wafer- und Zellfabrik Nordamerikas mit der Produktion starten.
Südkorea: Südkorea hat in den vergangenen zwei Jahren einen wahren Photovoltaik-Boom erlebt. Im Oktober 2008 wurden die Einspeisesätze um bis zu 30 Prozent abgesenkt. Dies wird nicht ohne Folgen für das Engagement großer Unternehmen vor Ort bleiben.