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Gegen den giftigen Puffer

Cadmiumersatz: CIS-Dünnschichtzellen sind besonders leistungsfähig, nicht zuletzt dank einer Cadmiumsulfidschicht zwischen Halbleiter und Kontaktierung. Sie aufzubringen ist aufwändig und birgt ökologische Risiken. Berliner Forscher entwickeln dazu Alternativen, die zusätzlich noch eine billigere Produktion versprechen.

Flexible Starre von der Rolle

Global Solar Energy hat letztes Jahr nicht nur in Tucson eine neue Fabrik für flexible CIGS-Zellen eröffnet, sondern gleich noch eine zweite in Berlin. photovoltaik sprach mit Jens Mühling, Geschäftsführer von Global Solar Energy Deutschland, und Steffen Schuler, Leiter der Abteilung Technologie, über Sinn und Zweck des Vorhabens in Deutschland.

Mit Nässe leben lernen

Viele Firmen versuchen, ihre flexiblen Zellen 100-prozentig vor eindringender Feuchtigkeit zu schützen – und scheitern damit bislang. Eine kleine Firma in Fürstenwalde will dieses Jahr mit einem alternativen Konzept groß herauskommen. Sie setzt auf eine Laminierung, die Wasser nicht nur herein-, sondern auch wieder herauslässt. Gleichzeitig will sie ihre Zellen preiswert machen, indem sie den Halbleiter ohne Vakuumprozesse herstellt.

Wertvolles Nebenprodukt

Indium: Die CIS-Produktion hängt von der Verfügbarkeit eines silbrig weißen, weichen Schwermetalls ab – Indium. Das Element gilt als selten. Aber die Experten sind sich weitgehend einig: Selten heißt nicht automatisch knapp.

Wie aus dem Nichts aufgetaucht

Solyndra: Über drei Jahre lang arbeitete Solyndra im Verborgenen, dann wagte das kalifornische Unternehmen einen furiosen Einstieg in den Solarmarkt – mit 600 Millionen US-Dollar Kapital und einem Angebot an innovativen Solarmodulen aus zylindrischen Röhren.

Einstieg der Global Player

Zwei Jahre lang hat Shell in der Photovoltaik pausiert. Nun wurde in Torgau an der Elbe ein modernes Werk für Dünnschichtmodule hochgefahren, für PowerMax-Module der nächsten Generation. Gleich nebenan steht das Glaswerk von Saint-Gobain steht, Partner von Shell im neuen Joint Venture Avancis.

Die Nachzügler kommen

CIS-Dünnschichtzellen: Forscher zeigen schon seit langem, dass man mit den Zellen aus Kupfer-Indium-Selen sehr effizient Sonnenlicht zu Strom wandeln kann. Produziert wurde dieser Typ Solarzellen bisher aber erst wenig. Jetzt blasen viele Firmen zur Aufholjagd gegenüber den – in ihren Augen – anderen, ineffektiveren Dünnschicht-Alternativen, deren Ausbau schon seit zwei Jahren boomt.

Startschuss für den Wissenstransfer

Ausbildung: Im Berliner TREE-Programm gibt es für Stipendiaten aus Asien, Afrika und Südamerika Vertiefungskurse über Solartechnik und erneuerbare Energien. Die Initiative für den Wissenstransfer in Entwicklungs- und Schwellenländer hat gerade begonnen.

„… wenn man das Gebäude wegdenkt.“

Recht: Die Betreiber einer Photovoltaikanlage in einem Mustergeflügelhof haben sich bis zum Bundesgerichtshof geklagt, um eine höhere Einspeisevergütung zu erhalten. Doch die Richter in Karlsruhe entschieden anders. Eine Fortsetzung des Prozesses ist noch offen.

Auf den Zinssatz kommt es an

Renditeerwartung 2009: Zum 1. Januar hat die EEG-Novelle zugeschlagen. Die gesetzlich vorgeschriebene Vergütung für Solarstrom sinkt um bis zu zehn Prozent. Grund genug, die Renditerechnung zu beleuchten, die am Anfang der Anlagenplanung steht. Fazit: Es ist immer noch möglich, rentable Photovoltaikanlagen zu bauen.