Die Mercom Capital Group geht in diesem Jahr von einer globalen neu installierten Photovoltaik-Leistung von 76 Gigawatt aus. Im kommenden Jahr werde der weltweite Photovoltaik-Zubau dann voraussichtlich etwa 70 Gigawatt erreichen, so eine am Dienstag veröffentlichte Einschätzung der Analysten. „Die globale Photovoltaik-Nachfrage wird aufgrund der beispiellosen Aktivitäten in China die meisten – früher in diesem Jahr veröffentlichten – Prognosen übertreffen“, sagt Raj Prabhu, CEO und Mitgründer von Mercom Capital.
„Rekordinstallationen in China gefolgt von einem Rückgang, aus dem Überkapazitäten resultieren, werden zu einem Crash des Modulpreises führen. Niedrige Modulpreise werden 2017 helfen, dass sich die Nachfrage wieder erholen wird“, so Prabhu weiter. Daher werde der Einbruch beim weltweiten Zubau auch nicht so stark werden, wie zuvor befürchtet. Hinzu komme, dass auch in China erneut eine steigende Photovoltaik-Nachfrage erwartet werde – als Vorgriff auf die nächste Runde der Kürzungen der Solarförderung in dem Land. Mit einer Erholung der Nachfrage könnten sich auch die Modulpreise wieder etwas stabilisieren. Auch in anderen Ländern könnten angesichts der verbesserten Wirtschaftlichkeit wieder mehr Photovoltaik-Anlagen zugebaut werden.
Nach Einschätzung von Mercom Capital hat der starke Zubau von 22 Gigawatt im ersten Halbjahr in China, gefolgt von den Einschnitten bei den Photovoltaik-Einspeisevergütungen und einer deutlich geringeren Nachfrage für die Senkungen bei den Modulpreisen und weltweite Überkapazitäten gesorgt. Die Modulpreise seien seit Anfang des Jahres um rund 30 Prozent gesunken, allein 21 Prozent seit Juni, so die Analysten. Mercom Capital verweist ebenfalls darauf, dass die nationale Energiebehörde NEA in China kürzlich das Photovoltaik-Zubauziel bis 2