Umfrage: Photovoltaik-Betreiber offen für Direktvermarktung – aber nicht um jeden Preis
Mit der EEG-Novelle könnte die Zahlung einer festen Einspeisevergütung für kleine Photovoltaik-Anlagen schrittweise enden und die Direktvermarktung verpflichtend werden. Clever-PV hat für seinen „Praxisreport Solarstrom 2026“ 2076 Betreiber befragt, was sie davon halten. 59,7 Prozent gaben dabei an, grundsätzlich offen für einen Wechsel von der Einspeisevergütung in die Direktvermarktung zu sein. Allerdings nur, wenn diese automatisch und ohne einmalige Kosten ablaufe, wie das Unternehmen am Donnerstag veröffentlichte. Zudem sei die Bereitschaft daran geknüpft, dass der Nettoerlös so hoch bleibe wie bei der festen Einspeisevergütung.
Seine Befragung gestaltete Clever-PV auch vor dem Hintergrund, dass ein freiwilliger Wechsel in die Direktvermarktung für kleine Photovoltaik-Anlagen ermöglicht werden soll und unter welchen Aspekten er für Betreiber interessant sein könnte. Die Ergebnisse zeigten, dass die Offenheit nicht um jeden Preis vorhanden sei. So erwarten 42,5 Prozent von einem attraktiven Direktvermarktungsangebot, dass es mit niedrigen Gebühren und weniger laufenden Kosten verbunden ist.
Bei den befragten Photovoltaik-Betreibern, die noch nicht klar zu einem Wechsel bereit sind, zeigte sich, dass sie in vielen Fällen einen spürbaren Vorteil erwarten. 42,1 Prozent von ihnen gaben an, dass der zusätzliche Nettoerlös für einen Wechsel in die Direktvermarktung bei mehr als 100 Euro jährlich liegen müsste, damit es attraktiv sei.
In der Befragung von Clever-PV ging es auch um die Steuerung der Photovoltaik-Anlagen durch einen Vermarkter. Dies sei die am häufigsten genannte Wechselhürde, erklärte das Unternehmen zu den Ergebnissen. Diese Skepsis gebe es selbst bei jenen, die einem Wechsel eher positiv gegenüberstünden. Eine grundsätzliche Ablehnung, seine Photovoltaik-Anlage durch den Direktvermarkter steuern zu lassen, sieht Clever-PV jedoch nicht. 64,2 Prozent würden ihre Einspeisung bei negativen Börsenpreisen automatisch reduzieren lassen. Allerdings wollen 40,3 Prozent der Befragten die Grenzen dabei selbst festlegen.
Neben den regulatorischen Rahmenbedingungen sind auch Smart Meter eine Voraussetzung, um überhaupt in die Direktvermarktung wechseln zu können. Hierbei gaben 61,3 Prozent der Befragten an, sei seien „nicht zuversichtlich“, dass intelligente Stromzähler und Steuerungstechnik rechtzeitig zum möglichen Wechseltermin verfügbar sind. Dies glaubt auch eine Mehrheit der Befragten, die bereits über einen Smart Meter verfügen. Wichtig sei zudem gut zwei Drittel der Befragten, dass der Wechsel als Komplettangebot verfügbar sei, das Stromtarif, Direktvermarktung und automatische Gerätesteuerung verbindet.
„Die Betreiber sind offener, als die Debatte oft vermuten lässt. Aber Direktvermarktung greift in das Zuhause der Menschen ein. Ein Smart Meter allein schafft dafür keine Akzeptanz“, sagt Willi Appler, Mitgründer von Clever-PV. „Betreiber wollen sehen, wann und warum ihre Anlage gesteuert wird, und selbst Grenzen setzen können.“
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«Nach einer Befragung von Clever-PV würden knapp 60 Prozent von der Einspeisevergütung in die Direktvermarktung wechseln. Allerdings nur wenn sie dabei einen finanziellen Vorteil hätten.
Zudem sei die Bereitschaft daran geknüpft, dass der Nettoerlös so hoch bleibe wie bei der festen Einspeisevergütung.»
und da beißt sich die Katze in den Schwanz.
Ist die Direktvermarktung ab 1. Januar 2027 schon in trockenen Tüchern?
Nein. EEG ist ja noch nicht final „gelesen“ 😉
«Nein. EEG ist ja noch nicht final „gelesen“»
Merkwürdig, Sandra.
hier ⤵️ bei der Pressemeldung von 1K5
https://www.pv-magazine.de/unternehmensmeldungen/deutschland-ist-eu-schlusslicht-nur-59-prozent-der-stromanschluesse-haben-einen-smart-meter/
ließt sich das ganz anders.
Da fehlt mir irgendwie der Konjunktiv.
„Das wird insbesondere ab dem 1. Januar 2027 relevant, wenn die gesetzliche Einspeisevergütung für Neuanlagen entfällt und PV-Anlagen-Nutzer Strom frei vermarkten müssen.“
Aber bei der CDU nahen Verbindung von 1K5 …
… Nachtigall ich hör dich trapsen.