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Suena vermarktet Co-Location-Graustromspeicher mit FCA

Die Leistungsbegrenzungen für den Batteriespeicher, die Allgäu Netz definiert hat, fließen über eine API in die Anlagensteuerung und Handelsoptimierung ein. Suena will die Grundlage für die Vermarktung weiterer Batteriespeicher mit flexiblen Netzanschlüssen legen.
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Der Graustrom-Co-Location-Speicher mit 6,9 Megawatt Leistung und 13,8 Megawattstunden Kapazität teilt sich den Netzverknüpfungspunkt mit einer Photovoltaik-Anlage mit 5,7 Megawatt. | Foto: Cell Mind

Kaum ein großer Batteriespeicher kann noch ohne Einschränkungen ans Netz angeschlossen werden. Flexible Netzanschlussvereinbarungen, kurz FCAs, sind daher gerade das Gebot der Stunde, um Projekte in Betrieb nehmen zu können. Wie sich die Restriktionen bei der Vermarktung und Optimierung der Speicher im Betrieb berücksichtigen lassen, dies erprobt Suena Energy nun an einer realen Anlage. Dazu hat es mit dem Allgäuer Projektentwickler Cell Mind, der am Standort Nägeleried in Bayern einen Graustrom-Co-Location-Speicher mit 6,9 Megawatt Leistung und 13,8 Megawattstunden Kapazität betreibt, einen Vertrag geschlossen. Zum Kraftwerk gehört zudem eine Photovoltaik-Anlage mit 5,7 Megawatt, die am selben Netzverknüpfungspunkt angeschlossen ist. Die Vermarktung der Photovoltaik-Anlage durch Suena Energy erfolgt seit 2025, seit diesem Jahr nun auch die des Batteriespeicher.

Für den Speicher gibt es einen dynamischen FCA, der mit dem Verteilnetzbetreiber Allgäu Netz geschlossen wurde. Darin vorgesehen sind zulässige Reduzierungen der Einspeise- und Entnahmeleistung des Speichers, wenn für den Folgetag ein lokaler Netzengpass prognostiziert wird. Die Netzleitstelle übermittelt dabei am Vortag die maximal zulässigen Werte über eine digitale Schnittstelle (API). Damit, so Suena Energy, fließen die Einschränkungen der Speichernutzung durch Allgäu Netz direkt in die Handelsoptimierung und Anlagensteuerung des Batteriespeicher ein. Die Einschränkungen der Leistung des Speicher sind dabei an mögliche Netzengpässe geknüpft und in der übrigen Zeit kann die volle Leistung und Kapazität zur Vermarktung genutzt werden.

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„Eine dynamische Leistungsbegrenzung ist vor allem dann mit dem operativen Betrieb vereinbar, wenn die Vorgaben des Netzbetreibers zuverlässig und automatisiert in die Fahrplanerstellung einfließen“, heißt es von Suena Energy weiter. Für den Batteriespeicher in Nägeleried sei eine individuelle Schnittstelle zwischen Allgäu Netz und der Vermarktungsplattform „Trading Autopilot“ entwickelt worden.

Die technische Schnittstelle zwischen Netzanschluss und Anlage sowie die Steuerung übernimmt Suena Energy zufolge das Dresdener Unternehmen Energiekoppler. Damit reicht die digitale Prozesskette von der Vorgabe des Netzbetreibers über die Handelsoptimierung bis zur physischen Steuerung des Batteriespeichers.

„Nägeleried war für uns das erste Projekt mit einer vollständig dynamischen FCA im operativen Betrieb. Weil der Netzbetreiber die Beschränkungen mit ausreichendem Vorlauf ankündigt, können wir unsere Handelsstrategie rechtzeitig anpassen und das Erlöspotenzial unter diesen Bedingungen bestmöglich nutzen“, sagt Ida Ballmann, Senior Energy Market Manager bei Suena Energy.

Die gewonnenen Erfahrungen sollen direkt in weitere Projekte einfließen. Grundsätzlich zeige das Projekt, dass sich dynamische FCAs technisch und operativ in die Speichervermarktung integrieren lassen. Damit sich dieses Modell auf weitere Projekte und Netzgebiete übertragen lasse, brauche es einheitliche Kommunikationsstandards für den Datenaustausch zwischen Netzbetreiber, Vermarktungsplattform und Anlage sowie verlässliche regulatorische Leitplanken, so die beteiligten Unternehmen.

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