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Featured in Alles neu – 02 / 2026

Cyberhygiene wird verpflichtend

pv+: Der Angriff auf Solarparks in Polen markiert eine Zäsur für die europäische Energiewirtschaft. Erstmals wurde dezentrale Energieinfrastruktur Ziel eines mutmaßlich staatlich unterstützten Angriffs. Der Fall zeigt dabei, wie fahrlässig einige Betreiber bislang mit grundlegender Cyberhygiene umgehen. Gleichzeitig tritt mit der europäischen NIS2-Regulierung ein neues Haftungsregime in Kraft, das Geschäftsführungen künftig deutlich stärker in die Verantwortung nimmt.
Erneuerbare Energien geraten zunehmend ins Visier von Cyberangriffen. In der Ukraine ist die Energieversorgung zentrales Ziel der Kriegsführung. Der Angriff in Polen zeigt nun zweierlei: Die derzeit größte Bedrohung geht aus Sicht vieler Experten von Russland aus. Gleichzeitig wurden in Polen nicht einmal Wechselrichter angegriffen, sondern Kommunikations- und Netzwerktechnik an der Schnittstelle zwischen Netz und Kraftwerk. | Foto: KI-generiert

Am 29. Dezember herrschte plötzlich Funkstille. Betreiber von 30 polnischen Wind- und Solarparks konnten sich nicht mehr in ihre Anlagen einloggen. Kein Fernzugriff. Kein Monitoring. Auch Netzbetreiber hatten keine Möglichkeit mehr, die Anlagen zu Regeln. Was zunächst wie ein IT-Ausfall wirkte, entpuppte sich als der bislang wohl schwerwiegendste gezielte Cyberangriff auf dezentrale Energieinfrastruktur in Europa. …

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