Cyberhygiene wird verpflichtend
pv+: Der Angriff auf Solarparks in Polen markiert eine Zäsur für die europäische Energiewirtschaft. Erstmals wurde dezentrale Energieinfrastruktur Ziel eines mutmaßlich staatlich unterstützten Angriffs. Der Fall zeigt dabei, wie fahrlässig einige Betreiber bislang mit grundlegender Cyberhygiene umgehen. Gleichzeitig tritt mit der europäischen NIS2-Regulierung ein neues Haftungsregime in Kraft, das Geschäftsführungen künftig deutlich stärker in die Verantwortung nimmt.
Am 29. Dezember herrschte plötzlich Funkstille. Betreiber von 30 polnischen Wind- und Solarparks konnten sich nicht mehr in ihre Anlagen einloggen. Kein Fernzugriff. Kein Monitoring. Auch Netzbetreiber hatten keine Möglichkeit mehr, die Anlagen zu Regeln. Was zunächst wie ein IT-Ausfall wirkte, entpuppte sich als der bislang wohl schwerwiegendste gezielte Cyberangriff auf dezentrale Energieinfrastruktur in Europa. …
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