See all

BW ESS legt den Grundstein für 5,7 Gigawattstunden-Batteriespeicher in Deutschland

Der Baubeginn für das Projekt mit 1 Gigawatt Leistung und 5,7 Gigawattstunden Kapazität in Sachsen-Anhalt ist erfolgt. Voraussichtlich 2028 soll der Batteriespeicher seinen kommerziellen Betrieb aufnehmen, wie BW ESS auf Nachfrage von ESS News erklärte.
Batteriespeicher, Klostermansfeld, Deutschland; BW ESS
Voraussichtlich 2028 soll der Batteriespeicher von BW ESS in Sachsen-Anhalt ans Netz gehen. | Visualisierung: BW ESS

Von ESS News

BW ESS hat am Mittwoch mit dem Bau seines ersten deutschen Batteriespeichers in Deutschland begonnen. Nachdem das Unternehmen zu Jahresbeginn die vollständige Eigentümerschaft an dem Projekt übernommen hat, erfolgte nun der Spatenstich für die Anlage, die über 1 Gigawatt Leistung und 5,7 Gigawattstunden Speicherkapazität verfügen soll.

Der Batteriespeicher in Klostermansfeld in Sachsen-Anhalt wird als Einzelprojekt entwickelt. Ein Sprecher von BW ESS erklärte auf Nachfrage von ESS News, dass der Speicher voraussichtlich im Jahr 2028 den kommerziellen Betrieb aufnehmen wird. Das in der Region Mansfeld-Südharz gelegene „BESS Klostermansfeld“ entwickelte ursprünglich Zelos Energy Developments. BW ESS investierte erstmals im Jahr 2024 in das Projekt, bevor das Unternehmen Anfang 2026 die vollständige Eigentümerschaft übernahm. Zelos wird voraussichtlich auch noch in diesem Jahr im Zuge des weiteren Baufortschritts gezielte Unterstützung bei lokalen Standortfragen für das Projekt leisten.

Das „Klostermansfeld-BESS“-Projekt sei bislang ohne externe Finanzierung in die Bauphase geführt worden, erklärte der Sprecher von BW ESS weiter. Derzeit werde die Erlösstrategie für das Projekt überprüft.

Mit einer Leistung von 1 Gigawatt und einer Kapazität von 5,7 Gigawattstunden gilt „Klostermansfeld BESS“ als das größte Batteriespeicher-Projekt, das bislang in Deutschland in Bau gegangen ist. Roberto Jiménez, Geschäftsführer von BW ESS, erklärte, das Unternehmen wolle die Erfahrungen aus dem Projekt in Sachsen Anhalt auf den Bau weiterer Batteriespeicher in Deutschland und weltweit übertragen. „Der Batteriespeicher Klostermansfeld wird unser erstes deutsches Asset sein, das in den Bau geht“, sagte er. „Wir werden auch künftig einen aktiven Ansatz im Wissenstransfer innerhalb unseres Portfolios verfolgen und dabei unsere umfassende Erfahrung aus etablierten globalen Märkten gezielt einbringen“, so Jiménez weiter.

Als Teil der BW Group – eines multinationalen Unternehmens, das in den Bereichen Schifffahrt, schwimmende Gasinfrastruktur sowie Öl- und Gasförderung in der Tiefsee tätig ist – hat BW ESS sein Energiespeicherportfolio ausgebaut und ist in Großbritannien, Australien, Italien, Deutschland, Spanien und Schweden aktiv.

BW ESS verfügt über eine in Betrieb befindliche Batteriespeicher-Kapazität von mehr als 540 Megawattstunden sowie im Bau befindliche Anlagen mit einer Gesamtkapazität von rund 11 Gigawattstunden. Das Unternehmen hatte zuvor eine Partnerschaft mit dem in München ansässigen Speicherentwickler Mirai Power angekündigt, um Projekte mit einer Gesamtleistung von einem Gigawatt in Süddeutschland zu entwickeln. Zudem war BW ESS am Abschluss der ersten öffentlich bekannt gegebenen Tolling-Vereinbarung auf dem britischen Speichermarkt beteiligt.

Dieser Inhalt ist urheberrechtlich geschützt und darf nicht kopiert werden. Wenn Sie mit uns kooperieren und Inhalte von uns teilweise nutzen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt auf: [email protected].

Kommentare

Christian
Jul 01, 2026

Daß Speicher für die Energiewende nötig sind ist unbestritten. Wie man sieht möchte jetzt ausländische Großindustrie, die bisher ihr Geld mit Erdölprodukten verdient hat, große Teile aus dem Kuchen für sich haben. Das sehe ich kritisch, weil es in die nächste Abhängigkeit führen könnte, 1GW Leistung ist schon ein ordentlicher Teil der abendlichen Gesamtlast.