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Next Energy und Enerfin realisieren Multi-Use-Energiesystem für Industriebetrieb

Bei dem Projekt in Hessen werden Photovoltaik, Batteriespeicher, Bioenergie und Ladeinfrastruktur in einem integrierten Energiesystem kombiniert. Der Batteriespeicher soll dabei gleichzeitig Eigenverbrauch optimieren, Lastspitzen reduzieren und Erlöse am Strommarkt erzielen.
Der Industriebetrieb will seinen selbst erzeugten Solarstrom nun gezielter nutzen und seine Energieversorgung wirtschaftlich weiterentwickeln. | Bild: Enerfin

Next Energy und Enerfin realisieren für einen Industriebetrieb in Hessen ein integriertes Energieprojekt, das erneuerbare Stromerzeugung, Speicherung und Elektromobilität kombiniert. Kern des Vorhabens sind eine Photovoltaik-Freiflächenanlage in Ost-West-Ausrichtung mit rund fünf Megawatt Leistung sowie ein Batteriespeicher mit gut acht Megawattstunden Kapazität, hinzu kommen eine bestehende Bioenergieanlage sowie Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Nach Angaben der Unternehmen soll das System mehrere Anwendungsfälle parallel erfüllen. Dazu gehören die Optimierung des Eigenverbrauchs, die Reduzierung von Lastspitzen, die Einbindung der Ladeinfrastruktur sowie die Vermarktung von Speicherflexibilitäten am Strommarkt.

Für den Multi-Use-Batteriespeicher kommen zehn Greencube-Speicher der Enerfin-Schwestergesellschaft Lynus AG mit jeweils 800 Kilowattstunden nutzbarer Kapazität und 400 Kilowatt Leistung zum Einsatz. Sie werden mit 20 Batteriewechselrichter und 2 „AC Cubes“ ergänzt, in denen der Parkregler von Enerfin sowie weitere Regelungstechnik integriert ist. Die Auslegung des Systems erfolgte laut Enerfin auf Basis einer Wirtschaftlichkeitsanalyse, die sowohl die Energieerzeugung als auch die Vermarktungsmöglichkeiten berücksichtigt.

Aus Sicht von Next-Energy-Chef Torsten Eurich sind Solarparks künftig „intelligente, multifunktionale Energie-Hubs, die erneuerbare Stromerzeugung, Speicherung und Elektromobilität auf einer Plattform vereinen“. Bei einem Multi-Use-Speicher müsse Technik und Vermarktung von Beginn an integriert gedacht werden, ergänzt Jürgen Nerath von Enerfin: „Genau dafür steht dieses Projekt. Die Auslegung orientiert sich konsequent am Gesamtsystem statt ausschließlich an der Photovoltaik-Erzeugung – so entsteht ein wirtschaftlich tragfähiges Gesamtmodell.“

Kommentare

Detlef K
Jun 04, 2026

Genau das, was es jetzt braucht… statt stur zentrale Gaskraftwerke zu bauen brauchen wir kombinierte wirtschaftliche Lösungen, die Synergien bringen und allseitig Kosten sparen helfen, z.B. ein effizientes und umfassendes Energiemangement möglich machen, weniger Aufwand und kurze Leitungen befördern, für verteilte Netzsicherheit sorgen und ein booster für die Regionen in Erzeugung und flex. Verbräuchen sein können. Eine Blaupause für Kommunen für Akzeptanz beim Bürger und den lokalen Unternehmen, wenn nur endlich die Regularien diese dezentrale Struktur unterstützen und nicht behindern würden.