Mieterstromprojekt von Naturstrom in Berlin.

Der Plattenbau aus DDR-Zeiten wird seit vergangenen Herbst saniert.
Foto: NATURSTROM AG

Naturstrom startet erstes Photovoltaik-Mieterstromprojekt in Berlin

22. Februar 2016 | Märkte und Trends, Topnews

Ab 1. März können die Mieter in dem sanierten Gebäude einen preiswerten Mischtarif teilweise Solarstrom vom eigenen Dach beziehen. Im Frühjahr will Naturstrom mit dem Vertrieb seines neuen Angebots beginnen.

Diesen Artikel teilen

Melden Sie sich jetzt kostenlos für unseren täglichen Newsletter an.

Zur Anmeldung

Auf dem Bambus Campus in Berlin ist ein neues Photovoltaik-Mieterstromprojekt umgesetzt worden. Naturstrom wolle den Mietern, bei denen es sich hauptsächlich um Studierende der nahe gelegenen Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) handeln werde, ab 1. März einen attraktiven Mischtarif anbieten. Entsprechende Verträge seien mit der Sorgertec Hausverwaltung AG in der vergangenen Woche unterzeichnet worden, teilte Naturstrom am Montag mit. Bei dem Mischtarif solle es sich um eine Versorgung mit Solarstrom von der Photovoltaik-Anlage gepaart mit Ökostrom des Anbieters handeln. „Preislich wird dieser Tarif noch unter dem örtlichen Grundversorgungstarif liegen und sogar deutlich günstiger als das Ökostrom-Angebot des Grundversorgers sein“, erklärt Tim Meyer, Bereichsleiter Dezentrale Energieversorgung bei Naturstrom. Auf Nachfrage von pv magazine wollte der Ökostromanbieter aber keine konkreten Preise nennen.

Der Bambus Campus bestehe aus 99 Wohneinheiten - vor allem sogenannte Micro-Appartements mit einer Fläche von 25 Quadratmetern sowie einige kleinere Zwei-Zimmer-Wohnungen. Im Frühjahr solle der Vertrieb des neuen Angebots starten, sagte eine Naturstrom-Sprecherin weiter. Nachdem die Verträge erst in der vergangenen Woche unterzeichnet worden seien, gebe es auch noch keine Zusagen von Mietern für das Angebot von Naturstrom.

Das Gebäude ist vergangenen Herbst aufwändig saniert worden. Dabei ist das ehemalige Verwaltungsgebäude von Sunstrom - einem Naturstrom-Partner - mit einer 30-Kilowatt-Photovoltaik-Anlage ausgestattet worden, wie es weiter hieß. Jährlich würden voraussichtlich 27.500 Kilowattstunden Solarstrom produziert, die zumeist für den Eigenverbrauch der Bewohner bestimmt seien. Die Quote werde bei knapp zwei Drittel liegen und damit könne jeder Haushalt rund 30 Prozent seines Strombedarfs über die Photovoltaik-Anlage nutzen. Für den restlichen Bedarf wolle der Anbieter seinen Ökostrom liefern. Bei der Sanierung seien neben der Photovoltaik-Anlage auch verschiedene Effizienzmaßnahmen umgesetzt worden. Im Laufe des Jahres solle vor dem Plattenbau aus DDR-Zeiten auch noch eine Ladesäule für Elektrofahrzeuge installiert werden, hieß es weiter. (Sandra Enkhardt)

Direkt kommentieren

Sie haben die Möglichkeit, unsere Artikel jetzt direkt zu kommentieren. Sie müssen sich nicht mehr als Benutzer registrieren, sondern können direkt auf "KOMMENTIEREN" am Ende der Artikel klicken und Ihre Meinung schreiben.

Die Redaktion behält sich jedoch vor, unsachliche Kommentare zu löschen.

Kommentare

Kommentieren
Kommentar schreiben
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz  
Copyright 2014 © pv magazine

Abonnieren Sie unseren Newsletter und erhalten Sie aktuelle Branchennews!

photovoltaic (pv) news on topics like thin film and feed-in tariffs and events like Intersolar Europe

Internationale Photovoltaik-News auf Englisch

Spanische Photovoltaik-News aus Lateinamerika