So wenig Strom wie im Jahr 2016 hat das AKW Gundremmingen seit dem Jahr 2000 nicht geliefert. Das ist für Umweltschützer Grund zur Freude wie zur Sorge.
Die aktuellen Zahlen der Internationalen Atomenergieagentur, IAEA, zeigen, dass Deutschlands größtes Atomkraftwerk (AKW) im Jahr 2016 deutlich weniger Strom geliefert hat als in allen Jahren seit der Jahrtausendwende. Quelle.
Dies hat hauptsächlich zwei Ursachen: Das alte und abgenutzte AKW hat immer mehr Störungen, die zu Reparaturen und deswegen Abschalttagen zwingen. Zudem haben wir in Deutschland so viele PV- und Windkraftanlagen zugebaut, dass der Strom aus dem AKW nicht mehr benötigt wird.
Wenn dennoch wetterbedingt wenig Strom aus Erneuerbaren Energien geliefert wird, können problemlos brachliegende Gaskraftwerke in Bayern einspringen. Allein in Irsching bei Ingolstadt stehen 1800 Megawatt (MW) weitgehend still. Das AKW Gundremmingen hat eine Stromerzeugungskapazität von 2600 MW.
Jeden Tag, an dem ein Reaktor läuft, erzeugt er rund 70 Kilogramm hochradioaktiven Atommüll. Da dieser Müll extrem strahlt und extrem giftig ist, könnte man mit dem Müll nur eines Produktionstages alle Menschen in Deutschland vergiften. Seit Inbetriebnahme von Block A in Gundremmingen im Jahr 1966 und später der Blöcke B und C im Jahr 1984 ist noch kein Kilo des im AKW produzierten Atommülls entsorgt worden. Alles nur gefährlich zwischengelagert. Insofern freut es uns Gesundheits- und Umweltschützer, wenn das AKW Gundremmingen gedrosselt wird und weniger Atommüll produziert. Wir fordern, das AKW mit beiden Blöcken schnellstens abzuschalten. Gegenwärtig zeichnen Umweltschützer eine Petition an den Bayerischen Landtag, um die Sorgen vor den Atomgefahren zu Gehör zu bringen.
Raimund Kamm (Vorstand)
FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V.
Augsburg – Dillingen – Günzburg – Heidenheim – Ulm





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