In den vergangenen Jahren haben Steuern, Abgaben und Umlagen auf den Strompreis deutlich zugenommen. Seit 2006 stieg die Abgaben-, Umlagen- und Steuerbelastung für alle Stromkunden um 110 Prozent. Mehr als 35 Milliarden Euro zahlen Verbraucher hierfür im Jahr 2018. Der Anteil der staatlichen Abgaben am Haushaltskunden-Strompreis beträgt inzwischen 54,2 Prozent. Die Netzentgelte haben einen Anteil von durchschnittlich 24,7 Prozent, Strombeschaffung und Vertrieb schlagen mit 21,1 Prozent zu Buche.
Während der Stromverbrauch zwischen 2000 und 2018 nur um fünf Prozent gestiegen ist, haben sich in derselben Zeit die Einnahmen aus der Strom- und Umsatzsteuer auf inzwischen über 13,5 Milliarden Euro mehr als verdoppelt. Der bisherige Profiteur der Kostensteigerungen für Strom ist somit häufig der Bundesfinanzminister.
Dem zu erwartenden Anstieg der Strompreise muss aus Sicht des BDEW mit einer Senkung der staatlichen Abgaben entgegengewirkt werden. Um die Verbraucher zu entlasten fordert der Verband, die Stromsteuer auf das europarechtlich zulässige Minimum zu senken und die besondere Ausgleichsregelung für die Industrie bei der EEG-Umlage über Steuern zu finanzieren.
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