Die größten Potenziale zur Reduzierung des Treibhausgases Kohlendioxid sehen die Deutschen laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts prolytics im Industrie- und im Verkehrssektor. Auf die Frage, wo am ehesten CO2 eingespart werden kann, nennen jeweils fast zwei Drittel der Befragten diese Bereiche (Industrie: 64,4 Prozent, Verkehr: 60,5 Prozent). 44,5 Prozent nennen die Energiewirtschaft. 34,2 Prozent den Gebäudesektor.
Tatsächlich hat der Verkehr von allen Sektoren bisher am wenigsten zur CO2-Reduktion beigetragen: Nach Zahlen des Umweltbundesamtes sank der Ausstoß in den Jahren 1990 bis 2018 um gerade einmal 0,6 Prozent. Industrie und Energiewirtschaft hingegen konnten ihren CO2-Ausstoß gegenüber 1990 um jeweils rund ein Drittel senken. Die Emissionen von Gebäuden haben sich um 44,3 Prozent reduziert. Das liegt vor allem an Einsparungen im Wärmebereich, zum Beispiel durch den steigenden Anteil von Gasheizungen.
Die Energiewirtschaft hat mit einer Reduktion um 155 Millionen Tonnen CO2 bisher den größten Anteil an der Emissionsminderung in Deutschland. Bis 2020 wird die Energiewirtschaft etwa 40 Prozent weniger CO2 emittieren als im Referenzjahr 1990. Darüber hinaus gibt es mit den Beschlüssen der Kohlekommission auch einen klaren Pfad zur weiteren Reduktion der CO2-Emissionen.
Andere Sektoren müssen nun Nachziehen. Insbesondere der Verkehrssektor muss schnellstmöglich die Wende hin zu einer immer CO2-ärmeren Mobilität schaffen. Ohne eine massive Reduktion des CO2-Ausstoßes auf der Straße kann die Energiewende nicht gelingen. Ein wichtiger Schritt ist mehr Tempo beim schrittweisen Umstieg auf Elektroautos.





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