Nationales Instrument zum Erreichen der Ziele des Klimaschutzplans
• Annahme: Einführung eines Mindestpreises für CO2-Emissionen abgeleitet aus den Zielen des deutschen Klimaschutzplanes (Reduktion in der Energiewirtschaft um 61-62 Prozent bis 2030)
• Ergebnis: Preis für CO2-Zertifikate muss signifikant steigen, um das Ziel zu erreichen
• Tobias Kurth: „Instrument muss im gesamteuropäischen Kontext betrachtet werden.“
Berlin, 21. Dezember 2016
Ein neues White Paper der Energy Brainpool GmbH & Co. KG, dem unabhängigen Marktspezialisten für die Energiebranche, befasst sich mit der Wirkungsweise eines Mindestpreises für CO2-Emissionen in Deutschland. Das Fazit der Berliner Analysten: Der im World Energy Outlook angenommene Preisanstieg von heute etwa 5 Euro auf 27,60 Euro je Tonne CO2 reicht nicht aus, um das Klimaziel im Energiesektor bis 2030 zu erreichen. Ein nationaler Mindestpreis kann als Instrument wirken, ist dabei im europäischen Zusammenhang jedoch nur bedingt effizient.
Die Prognose leitet sich aus dem Klimaschutzplan des Bundeskabinetts vom 14. November 2016 ab. Darin festgelegt ist das konkrete Ziel, die Emissionen aus dem deutschen Kraftwerkspark bis 2030 im Vergleich zum Jahr 1990 um 61-62 Prozent zu senken. Mit Stand 2014 hat die Energiewirtschaft laut dem Dokument der Regierung bereits 23,2 Prozent eingespart.
Tobias Kurth, Geschäftsführer von Energy Brainpool, sagt: „Ein CO2-Mindestpreis von 75 Euro als nationales Instrument vermindert deutlich die deutschen Emissionen bis hin zum Erreichen des Klimaziels 2030. Wenn sich dieser Preis tatsächlich durchsetzt, zeigen die weiteren Analysen auch, dass etwa 60 Prozent der in Deutschland vermiedenen Emissionen in europäischen Nachbarmärkten durch deutsche Stromimporte trotzdem ausgestoßen werden.“
Die Experten von Energy Brainpool legten der Studie drei Szenarien zugrunde, um den Effekt dieses politischen Instruments auf den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid zu ermitteln: In Szenario 1 beschreiben die Analysten die heutige Situation. Hier wird davon ausgegangen, dass es in Deutschland keinen CO2-Mindestpreis gibt und die Zertifikatspreise die Markteinschätzung des World Energy Outlook widerspiegeln (27,60 Euro pro Tonne CO2 in 2030). Das Szenario 2 basiert auf der Annahme, dass es einen Preis in Höhe von 50 Euro pro Tonne CO2 gibt in 2030. Der Rest Europas mit Ausnahme von Großbritannien folgt den Hypothesen aus Szenario 1. Andere Marktpreise bleiben gleich. Von 75 Euro pro Tonne CO2 in 2030 geht das Szenario 3 aus. Die weiteren Annahmen entsprechen Szenario 1 und 2.
Die Annahmen aus Szenario 1 und 2 reichen nicht aus, um das gesetzte Soll zu erreichen. Nur im dritten Szenario mit einem Mindestpreis von 75 Euro pro Tonne CO2 liegt die Emissionsminderung mit 69 Prozent über dem Zielwert der Bundesregierung von 62 Prozent.
Die angenommenen Prämissen stammen aus öffentlichen Quellen. Als Berechnungsgrundlage dient das von Energy Brainpool entwickelte fundamentale Energiemarktmodell Power2Sim.
Das ausführliche White Paper finden Sie zum kostenlosen Download auf unserer Webseitewww.energybrainpool.com.
ÜBER ENERGY BRAINPOOL
Energy Brainpool ist der unabhängige Marktspezialist für die Energiebranche mit Fokus auf den Strom- und Energiehandel in Europa.
Unsere Expertise umfasst die Analyse, Prognose und Fundamentalmodellierung der Strompreise, individuelle Beratungsangebote und Studien sowie Experten-Schulungen und Trainings für die Energiebranche.
Energy Brainpool verbindet Wissen und Kompetenz mit Praxiserfahrung im Bereich der steuerbaren und fluktuierenden erneuerbaren Energien.





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