Wer bremst die Energiewende aus?

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Die von der neuen Regierung angestoßenen aktuelle Debatte setzt weniger auf zügigen Netzausbau. Was vielmehr stattfindet, ist eine zunehmende Verschiebung der Kosten auf Betreiber von Wind- und Solaranlagen. Das bewirkt eine Belastung ohne echte Lösung. Nicht die Photovoltaikmenge ist das Problem, sondern dass das System noch nicht flexibel genug ist, um sie sinnvoll zu integrieren.

Netzanschlüsse erfolgen bei Projekten oft erst sehr spät im Genehmigungsprozess, wie Milk the Sun Erfahrungen aus der täglichen Praxis zeigen. Meist ist das nach hohen Ausgaben in Planung, Flächenakquise und Umweltgutachten der Fall. Fehlt frühzeitig ein verbindlicher Anschluss, wird viel Potenzial blockiert, was vermeidbare Kosten verursacht.

Schreckensszenario: Engpässe im Netz können die Versorgungssicherheit gefährden

Engpässe in der Vergangenheit zeigen, dass der notwendige Netzausbau nicht rechtzeitig umgesetzt wurde. Wie die aktuellen Zahlen belegen, nehmen Solarkapazitäten rasant zu, während die Übertragungs- und Verteilnetze hinter die Entwicklung zurückfallen.

Dringend ist deshalb der notwendige Ausbau der Stromnetze mit entsprechenden Speicherkapazitäten. Denn es ist die fehlende Infrastruktur, die eine effiziente Nutzung des Solarstroms ausbremst.

Kostenargumente greifen nicht

Die eingeschlagene Richtung mit Einspeisegebühren und Baukostenzuschüsse mag zwar logisch klingen, verlagert aber die Last auf die Erneuerbaren und trägt damit nicht zur Lösung bei. Die Kernproblematik: Der zu langsame Netzausbau, nicht der zügige Ausbau der Erneuerbaren, ist der wirkliche Engpass.

Heute produzieren PV-Anlagen Strom zu extrem niedrigen Gestehungskosten. Zudem liegt das Problem nicht in der Menge, vielmehr ist nicht vorhandene Infrastruktur entscheidend. Auch sucht man vergebens nach geeigneten Steuerungs- und Marktmechanismen, die es erlauben Solarstrom zu wirtschaftlichen Preisen in das Energiesystem zu integrieren.

Umstellung der Umlage auf Erneuerbare hat fatale Signalwirkung

Wenn fossile Kraftwerke bei der Diskussion außen vorbleiben, wird die Energiewende offensichtlich nicht ernsthaft angestrebt. Das belegt ein Diskussionspapier der Bundesnetzagentur, das vorschlägt, Betreiber von Photovoltaik- und Windkraftanlagen stärker an Netzkosten zu beteiligen – etwa durch Baukostenzuschüsse, einspeiseabhängige Entgelte oder dynamische Netzentgelte.

Damit wird Verantwortung einseitig abgewälzt. Und es wird vergessen, dass Stromnetze eindeutig der öffentlichen Daseinsvorsorge dienen. Warum sollten sie also von einzelnen Marktteilnehmern übermäßig stark finanziert werden? Das bringt den Klimaschutz nicht voran. Der muss endlich als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden werden.

Dazu gehört auch, dass die garantierten Gewinne der Netzbetreiber stärker in die Pflicht genommen werden, um den dringenden Ausbau zu beschleunigen, statt Projektierer zusätzlich zu belasten. Ohne zuverlässige Netzanschlüsse lassen sich selbst technisch ausgereifte und genehmigte Solarparks nicht realisieren. Um das zu verdeutlichen, kann Milk the Sun Erfahrungen der letzten Jahre heranziehen.

Schluss mit den Bremsmanövern

Die aktuelle Politik in Bezug auf die Erneuerbaren, vor allem auf Photovoltaik, zeigt symptomatisch ein Handeln, das man als Bremsmanöver bezeichnen könnte. Dabei ist der Weg zur Energiewende vorgezeichnet, an Ideen oder Kapital mangelt es nicht, einzig die fehlende Infrastruktur und die Verschiebung der Förderung stehen einem erfolgreichen Ausbau im Wege.

Wer das Netz entlasten und ausbauen will, muss entsprechend handeln und konsequent dafür sorgen, dass alle Stromerzeuger auch einspeisen können. Und das ohne hohe Hürden und Verzögerungen, sondern zu akzeptablen Bedingungen.

So bringt Milk the Sun Erfahrungen aus der Praxis ein

Als internationale Vermittlungsplattform kann Milk the Sun auf zahlreiche Erfahrungen verweisen, besonders beim neuralgischen Punkt Netzanschluss. Eine Erkenntnis daraus ist, dass Verzögerung von Seiten der Stromversorger Projekte meist an einem Punkt treffen, an dem ein verspäteter Anschluss zum enormen Kostentreiber wird.

Aus diesem Grund minimiert Milk the Sun alle Risikofaktoren, soweit es geht, schon im Vorfeld vertraglich. Frühzeitige Aufklärung über die Problematik des Netzanschlusses, sowie ein transparentes, standardisiertes Vertragskonstrukt, das vorausschauend Regelungen bei Verzögerungen vorsieht, bleibt daher der Schlüssel, um berechtigte Erwartungen nicht ins Leere laufen zu lassen. So werden die hier beschriebenen Folgen der Politik der Netzbetreiber zumindest abgemildert.