· Dänemark, Schweiz und Schweden erlangen höchste Bewertung (AAA) und führen das Indexranking der 125 Länder an.
· 9 der 10 führenden Länder liegen in Europa und verdeutlichen somit, dass die EU-Kooperation hinsichtlich langfristiger Energie- und Klimapolitik bis 2020 zu einem ausgewogenen regionalen Trilemmas beiträgt.
· Während des 23. World Energy Congress werden Energieminister und Regierungsvertreter aus der Türkei, den Vereinten Arabischen Emiraten, Algerien, Südkorea, Ecuador, Nigeria, der Schweiz, Portugal, Deutschland und weiteren Ländern darüber beraten, wie die Bewertung AAA am besten erreicht werden kann, um nachhaltige Energieversorgung zu sichern.
Der Zugang zu Strom und sauberen Kochgelegenheiten hat sich für die 125 Index-Staaten auf 85 Prozent beziehungsweise seit 2000 auf 74 Prozent erhöht und damit verbessert. Zugleich werden saubere Energieformen für jeden Dollar genutzt, der erzeugt wird, im Zuge dessen ging die CO2-Intensität auf 0,27 Tonnen Kohlendioxid pro US-Dollar im Jahr 2014 zurück. Der Anteil erneuerbarer Energien im Energiemix stieg im Jahr 2015 auf 9,7 Prozent.
Der neue Energie Trilemma Index-Bericht, der am 11. Oktober während des 23. World Energy Congress veröffentlicht wurde, zeigt deutlich, dass Länder verstärkt Anlagen zur nachhaltigen Erzeugung von Energiebauen und dabei die drei Dimensionen des Energie-Trilemmas berücksichtigen: Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit und Umweltfreundlichkeit.
Der Energie Trilemma Index 2016: Benchmarking the sustainability of national energy systems wurde vom Weltenergierat in Zusammenarbeit mit Oliver Wyman und Marsh & McLennan Companies Global Risk Center veröffentlicht. Dieser beinhaltet ein vergleichendes Ranking der 125 Länder in Bezug auf ihre Fähigkeit für ein sicheres, finanzierbares und ökologisch nachhaltiges Energiesystem zu sorgen.
Die sechste Ausgabe des jährlich veröffentlichten Berichtes stellt eine neue Methodologie vor, die auf einem umfassenden Set aus 35 Indikatoren basiert. Diese setzen den Schwerpunkt auf Diversität, Qualität und Finanzierbarkeit unter Berücksichtigung der Widerstandfähigkeit des Landes.
Joan MacNaughton, Executive Chair des World Energy Trilemma Reportes, sagt: „Energiezugang und Klimawandel waren noch nie so hoch platziert auf der Agenda wie jetzt nach der COP 21-Vereinbarung in Paris, der Aufnahme von Energie in die Entwicklungsziele der UN – auch innerhalb der G20 haben diese Themen viel Aufmerksamkeit erfahren. Diese Verschiebung der Energieprioritäten geht mit einer größeren Diversifizierung des globalen Energiemixes einher und trägt somit zur Versorgungssicherheit bei, bei gleichzeitiger Unterstützung von Nachhaltigkeit. Zusammen mit dem erhöhten Zugang zu modernen Energieservices – aktuell 85 Prozent verglichen mit 80 Prozent im Jahr 2000 – beweist dies, wie Energiepolitik insgesamt zu einer nachhaltigeren Welt führt. Lediglich 13 von 125 Ländern haben die AAA-Bewertung erhalten. Deshalb werden wir weiterhin daran arbeiten, politischen Entscheidungsträgern Denkanstöße zu geben, die sie in ihrer Arbeit unterstützen. Dazu gehören zum Beispiel Empfehlungen auf die Frage, welche Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen, um Anreize für Investitionen und Innovation zu schaffen, um allen eine sichere Energie zu liefern, und dabei auch Klima-Herausforderungen zu berücksichtigen.”
Francois Austin, Global Energy Practice Leader von Oliver Wyman, ergänzt: „Der Trilemma-Rahmen formt und beeinflusst weltweit die Regierungspolitik, die Perspektive der Investoren und den Energiesektor insgesamt. Politischen Entscheidungsträgern liefert das Index-Ranking eine Struktur für Gespräche über die komplexen Zielkonflikte bei der Entwicklung und Implementierung von Gesetzen und Regelungen im Energiesektor, die sowohl sicher und preiswert als auch nachhaltig sind. Investoren analysieren zunehmend mit Hilfe dieser Trilemma-Rahmenbedingungen, wie und wo Investitionen in die Energieindustrie getätigt werden sollten. Darüber hinaus bietet der Index Branchenführern, Hintergründe und Anhaltspunkte über Langzeit-Strategien.”
Wichtige Erkenntnisse der leistungsfähigsten Länder und regionalen Analysen zeigen, dass:
• 9 von 10 Ländern aus Europa stammen und die Kooperation bezüglich langfristiger Energie- und Klimapolitik zum regionalen Erfolg führen kann. Dies geschieht, obwohl Europa weiterhin seine Energieübergangsphase strukturieren und den Fokus somit auf neue Marktausgestaltung und Nachfragemanagement setzen muss. Außerdem muss ein effektiver CO2-Preis eingeführt werden.
• Neuseeland schafft es als führendes Land im Osten in die Top 10 und die Philippinen rangieren ganz oben bei der ökologischen Nachhaltigkeits-Dimension, und dies trotz des schnell wachsenden Energiebedarfs und einer energieintensiven Zukunft, der sich die asiatische Region insgesamt ausgesetzt sieht. Die Verringerung der Abhängigkeit von Energieimporten durch zuverlässige Infrastrukturen und Handelsbeziehungen sowie der Gebrauch von erneuerbaren Energiequellen könnte die Region dauerhaft auf den Weg zur nachhaltigen Energieversorgung bringen.
• Länder des Nahen Ostens und Nordafrikas, die über etwa 50 Prozent der globalen Öl- und Gasressourcen verfügen, sind mit einer Veränderung und Reduktion der Energieintensität konfrontiert, um ihre schwache ökologische Leistung zu verbessern. Die Vereinigten Arabischen Emirate führen die Region mit ihren Veränderungsbemühen an und positionieren sich in der Rubrik „positiv zu beobachten“ innerhalb des Index.
• In Lateinamerika muss die Politik den Fokus auf die Widerstandsfähigkeit des Systems bei extremen Wetterphänomenen und die eigene Energie-Equity legen. Uruguay geht als gutes Beispiel voran und belegt den ersten Platz in der Region nach einer erfolgreichen Energiewende.
• Für Afrika südlich der Sahara stehen Mauritius (49), Gabun (67) und Südafrika (84) an der Spitze im Ranking. Afrika weist noch immer das niedrigste Niveau des Zugangs zu Energie auf, obwohl ein riesiges Ressourcenkapital vorhanden ist und ein großes Potential für erneuerbare Energien besteht. Wachsender Energiebedarf bedeutet, dass die Region Investitionen anlocken, institutionelle Kapazitäten schaffen sowie das eigene Energienetz und die off-grid Energieversorgung verbessern muss.
• Mehrere G7-Staaten stehen auf der „Negativ zu beobachten“-Liste, wie Deutschland, die USA und Großbritannien. Dies verdeutlicht die Herausforderungen der traditionellen Industrieländer, die Übergangsphase innerhalb der großen Energiewende erfolgreich zu meistern.
Der Bericht steht ab sofort als Download unter folgendem Link zur Verfügung: https://www.worldenergy.org/publications/2016/2016-energy-trilemma-index-benchmarking-the-sustainability-of-national-energy-systems/Medienvertreter können die Executive Summary unter folgendem Link einsehen – Veröffentlichung nur nach Ablauf der Sperrfrist gestattet:https://www.worldenergy.org/wp-content/uploads/2016/10/Executive-summary_Energy-Trilemma-Index-2016.pdf
Nutzen Sie das interaktive „Trilemma Index Tool” und seinen „Pathway Calculator”, um mehr über die Trilemma-Leistung einzelner Länder herauszufinden:http://www.worldenergy.org/data/
Auf https://www.flickr.com/photos/111290904@N05/albums können Sie Bilder zum Weltenergiekongress herunterladen.
Das Medien-Zentrum des World Energy Congress stellt sämtliche Vorträge per Live-Übertragung von TRT unterftp://ftp.trt.net.tr zur Verfügung. Die Zugangsdaten lauten:
Username: Energyftp
Passwort: Trt12345
Kontakt für Presseanfragen:
Kristina Ackeracker@worldenergy.orgTel: (+44) 207 734 5996 (+90) 539 655 88 71
Für weitere Informationen über den World Energy Congress 2016: Talitha Strickler (Grayling):talitha.strickler@grayling.com | +49 (0)69 962219-0
Über den Weltenergierat (World Energy Council)
Der Weltenergierat ist das führende unparteiische Netzwerk von Führungskräften und Experten im Energiesektor, die für ein bezahlbares, stabiles und umweltfreundliches Energiesystem zum Nutzen aller werben. Gegründet 1923, ist der Rat ein von den Vereinten Nationen akkreditierter globaler Verband, welcher mit 3.000 Mitgliedern in über 90 Ländern – bestehend aus Regierungen, privaten und öffentlichen Gesellschaften, NGOs und Experten – das gesamte Energiespektrum repräsentiert. Wir informieren über globale, regionale und nationale Energiestrategien, indem wir hochrangige Veranstaltungen wie den World Energy Congress ausrichten und richtungsweisende Studien publizieren und über unser Netzwerk zum globalen Dialog beitragen. Mehr Informationen finden Sie unterwww.worldenergy.org und auf Twitter unter @WECouncil
World Energy Congress
Der World Energy Congress ist das alle drei Jahre stattfindende globale Leitevent der Energiebranche. ER ermöglicht den Dialog zwischen Ministern, CEOs und Wirtschaftsexperten zu entscheidenden Entwicklungen im Energiesektor. Der seit 1924 ausgerichtete World Energy Congress findet zum 23. Mal vom 9 bis 13. Oktober 2016 in Istanbul unter dem Leitthema „Embracing New Frontiers“ statt.
Mehr Informationen zum Kongress und den Vortragenden erhalten Sie hier:http://www.wec2016istanbul.org.tr/
Über Oliver Wyman
Oliver Wyman ist einer der führenden Management-Beratungen weltweit. Mit Büros in über 50 Städten in 26 Ländern, verbindet Oliver Wyman ausgeprägte Branchenexpertise mit hoher Methodenkompetenz bei Strategieentwicklung, Prozessdesign, Risikomanagement und Organisationsberatung. 4.000 Mitarbeiter unterstützen Unternehmen dabei, ihre Geschäftsmodelle, Prozesse, IT, Risikostrukturen und Organisationen zu verbessern, Abläufe zu beschleunigen und Marktchancen optimal zu nutzen. Oliver Wyman ist eine hundertprozentige Tochter von Marsh & McLennan Companies (NYSE: MMC).
Weitere Informationen aufwww.oliverwyman.com, Twitter @OliverWyman.





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