Der Artikel fasst die Unterschiede im Energieertrag verschiedener PV-Modultypen bei gleicher Dachfläche zusammen und nennt zentrale Faktoren wie Wirkungsgrad, Temperaturkoeffizient und Verschattung. Eine detaillierte Analyse finden Sie im Originalbeitrag „Welche Solarmodule erzielen auf derselben Dachfläche die höchste Rendite?“.
Effizienz statt Nennleistung entscheidet über den Ertrag
In gewerblichen PV-Projekten ist die verfügbare Dachfläche oft der begrenzende Faktor für die Gesamtrendite. Obwohl Module mit ähnlicher Nennleistung ausgestattet sind, unterscheiden sich ihre tatsächlichen Energieerträge je nach Stromdesign, Temperaturverhalten und Verschattung um 3 bis 8 Prozent. Diese Abweichungen resultieren aus dem inneren Aufbau und der Zelltechnologie, nicht aus der angegebenen Leistung.
Zentrale Faktoren für den Energieertrag
Der wirtschaftliche Erfolg einer PV-Anlage hängt von ihrer Langzeitleistung ab:
• Stromdesign: Niedrigere Ströme verringern Leitungsverluste und stabilisieren den Ertrag.
• Temperaturkoeffizient: Bei jedem Temperaturanstieg von 1 °C sinkt die Leistung um etwa 0,3 Prozent. Gute Wärmeableitung hält die Effizienz länger konstant.
• Verschattungsresistenz: Teilverschattung kann ganze Strings beeinträchtigen. Fein segmentierte Strukturen wie die 1/3-Cut-Technologie reduzieren diesen Effekt.
Technologische Ansätze im Vergleich
Zu den Haupttechnologien zählen PERC, TOPCon, HJT und IBC.
- TOPCon senkt durch Tunneloxid-Passivierung Rekombinationsverluste und erzielt bei Hitze und schwacher Einstrahlung 6 bis 9 Prozent höhere Erträge als PERC.
- IBC bietet durch rückseitige Kontaktierung hohe Wirkungsgrade und ein gleichmäßiges Erscheinungsbild, ist jedoch teurer.
- HJT kombiniert kristallines und amorphes Silizium, überzeugt bei Temperaturstabilität, bleibt aber kostenintensiv.
TOPCon gilt derzeit als Standard für Gewerbedächer, da es Effizienz, Kosten und Reife am besten vereint. Mit verbessertem Strom- und Wärmemanagement, etwa bei 1/3-Cut-PV Modulen auf TOPCon-Basis, lässt sich der Flächenertrag weiter erhöhen.
Fazit: Jeder Quadratmeter zählt
Bei einer 100-kWp-Dachanlage mit 440-W-Modulen und 1 200 Volllaststunden erzeugt TOPCon jährlich etwa 50 000 bis 70 000 kWh mehr als PERC, was einem Mehrertrag von 10 000 bis 14 000 Euro entspricht. Entscheidend für die Rendite ist nicht die Nennleistung, sondern die Fähigkeit des Systems, über viele Jahre stabile und effiziente Energieerträge zu sichern.





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