Oldenburg/Huntorf, 29. Juni 2021. Im Zuge seiner Sommerreise hat Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil am Dienstag auch in Huntorf in der Wesermarsch Station gemacht: Auf dem EWE-Gasspeichergelände informierte er sich im Beisein des EWE-Vorstandsvorsitzenden Stefan Dohler über die ganze Bandbreite der Wasserstoffprojekte des Energiekonzerns, die dieser gemeinsam mit mehreren Industriepartnern verfolgt.
Zusammen mit den Partnern ArcelorMittal Bremen, FAUN, Gasunie, swb, TenneT und Uniper bildet EWE durch verschiedene Teilprojekte die gesamte Wertschöpfungskette ab zur Erzeugung und zum Einsatz von grünem Wasserstoff. Sie reicht von der regenerativ erzeugten Energie über deren Einsatz zur Herstellung von grünem Wasserstoff mittels Elektrolyse und den Wasserstoff-Transport bis hin zur Wasserstoff-Anwendung im Industrie- und Mobilitätssektor wie auch der Speicherung von Wasserstoff.
Diese Wertschöpfungskette erläuterten Experten von EWE und der Partner dem Ministerpräsidenten und veranschaulichten sie mit Hilfe von Schautafeln und Exponaten an insgesamt sieben „Wasserstoff-Stationen“. Mit ihren Wasserstoffprojekten streben EWE und die genannten Industriepartner an, die Wasserstofftechnologie marktrelevant zu skalieren und in das europäische Energiesystem zu integrieren.
„In einem klimaneutralen Europa wird grüner Wasserstoff eine entscheidende Rolle spielen. Groß angelegte Infrastrukturen wie Transportleitungen und unterirdische Speicher werden notwendig sein, um von Wasserstoffregionen zu einer europäischen Wasserstoffwirtschaft zu gelangen. Der Nordwesten Deutschlands kann mit seinen Nachbarländern der Ausgangspunkt sein, da er über hervorragende geographische Voraussetzungen verfügt“, erklärte Stefan Dohler am Dienstag in Huntorf vor Journalisten. „Ich freue mich sehr, dass unser Ministerpräsident dazu mit uns den Austausch sucht und die Chancen für Niedersachsen darin sieht.“
Ein wichtiger Schritt in Richtung europäischer Wasserstoffwirtschaft wird das Projekt Clean Hydrogen Coastline sein, bei dem auch der Speicher in Huntorf eine entscheidende Rolle spielen wird. Erst kürzlich hatten die Bundesministerien BMWi und BMVI bekanntgegeben, dass sich das Wasserstoffprojekt Clean Hydrogen Coastline für die zweite Stufe des IPCEI-Verfahrens (Important Project of Common European Interest) qualifiziert hat, bei dem die ausgewählten Projekte mit weiteren europäischen Projektideen zusammengeführt werden sollen.
Mit dem Vorhaben Clean Hydrogen Coastline beabsichtigen EWE und Partner, bei einem entsprechenden Förderrahmen bis zum Jahr 2026 bis zu 400 Megawatt Elektrolysekapazität an verschiedenen Standorten in der Region Nordwest mit entsprechender Speicherung von Wasserstoff zielgerichtet ins Energiesystem zu integrieren. Der zum Beispiel durch Offshore-Strom erzeugte Wasserstoff soll unter anderem für die klimaneutrale Stahlerzeugung am Stahlstandort Bremen eingesetzt werden. Außerdem kann mit Clean Hydrogen Coastline die Grundlage geschaffen werden, bis zum Jahr 2026 bis zu 12.000 wasserstoffbetriebene Nutzfahrzeuge in Betrieb zu bringen. Die Optimierung der Gasinfrastrukturen für Wasserstoff im Nordwesten würde eine Verbindung für das grüne Gas zwischen den Niederlanden, Deutschland und Dänemark ermöglichen. Im Falle eines positiven Förderbescheids kann das Vorhaben im zweiten Quartal nächsten Jahres starten.





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