VDMA Lenkungskreis Batterieproduktion – Mit dem neuen Team werden wichtige Weichen gestellt

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Nordhausen, 6. Oktober 2016 – Auf der Jahrestagung des VDMA Batterieproduktion, die im thüringischen Nordhausen bei der EAS Germany GmbH und im nahegelegenen Bad Sachsa stattfand, stellte sich das frisch gewählte Sprecherteam des Lenkungskreises Batterieproduktion vor.
Dr. Joachim Döhner, Division Head Technology Solutions bei KUKA Industries bei KUKU und Paul Merz, Director Sales Technology Solutions EMEA bei KUKA Industries  bei  KUKA Industries übernahmen das Amt von Peter Haan, Leiter Business Development OEM/Batterieproduktion der Siemens-Division Digital Factory. Haan war seit Gründung des Lenkungskreises 2012 dessen Sprecher, er übergab sein Amt zur Jahrestagung 2016 an die neue Doppelspitze.   
In seiner Dankesrede unterstrich Paul Merz, wie sehr sich Peter Haan dafür eingesetzt hat, die Zusammenarbeit der Maschinen- und Anlagenbauer entlang der gesamten Prozesskette zu stärken und die Entwicklung und Herstellung von weltweit führenden Batterieproduktionsmaschinen- und -anlagen in Deutschland voranzubringen.
Holger Gritzka, Head of Business Development E-Mobility bei thyssenkrupp System Engineering, wurde zum stellvertretenden Sprecher gewählt, er unterstützt die Arbeit von Döhner und Merz.

Das Sprecher-Trio im kurzen Q&A

Die Nachfolger wollen nach der erfolgreichen Aufbauarbeit nun die nächsten Etappen ins Visier nehmen. Im Kurzinterview erklären sie, wie die nächsten Schritte des Lenkungskreises Batterieproduktion aussehen sollen.

[VDMA:] Herr Dr. Döhner, Herr Merz und Herr Gritzka, herzlichen Glückwunsch zur Sprecherwahl. Was macht für Sie dieses Engagement so notwendig?
„Der VDMA-Lenkungskreis Batterieproduktion bildet mit seinen 15 namhaften Industrievertretern die unterschiedlichen Bereiche der Prozesskette der deutschen Batterieproduktion ab und repräsentiert damit als Vorstand die rund 100 engagierten Firmen des VDMA Batterieproduktion. Für die Arbeit der VDMA Geschäftsstelle liefert er   wichtige Impulse. Die Erarbeitung des entsprechenden Inputs wollen wir seitens KUKA Industries unterstützen“, erklärt Dr. Döhner.

[VDMA:] Welche konkreten Themen sehen Sie für die deutsche Batterieproduktion als besonders dringlich an?
„Unser Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Maschinenbaus im Bereich der Batterieproduktion zu festigen und weiter auszubauen“, so Paul Merz und er ergänzt: „Dafür müssen neue Ansätze entwickelt und die Evolution und Optimierung bestehender Konzepte vorangetrieben werden.“
Dr. Döhner konkretisiert weiter: „Wir sind angetreten, um die internationale Position des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus im strategisch wichtigen Feld der Batterie-Produktion weiter auszubauen. Gleichzeitig sind wir uns bewusst, dass die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer mit wettbewerbsfähigen Technologielösungen punkten können. Und wir werden auch die fortlaufende Standardisierung als Basis für die vereinfachte Prozessverkettung nicht aus den Augen verlieren. Darüber hinaus wollen wir im Lenkungskreis die weitere Steigerung der Fertigungsqualität durch die Nutzung von Industrie-4.0-Technologien unterstützen.“

[VDMA:] Die Elektromobilität und die Speicherung von Strom aus den Erneuerbaren nehmen weiter Fahrt auf. Wie kann der Lenkungskreis dabei unterstützen, das Tempo zu halten bzw. weiter zu erhöhen?
„Ganz klar stehen hier die Modularität und die Skalierbarkeit im Vordergrund. Wenn die einzelnen Bereiche der Batterieproduktion zügig weiterentwickelt werden können, dann bieten sich echte Wettbewerbsvorteile durch klar reduzierte ‚Total Cost of Ownership‘. Hier möchten wir mit dem Lenkungskreis weiter treibende Kraft sein“, beschreibt Dr. Döhner seine Aufgabe als Sprecher.
Für Paul Merz ist klar: „Wenn wir das Zusammenwirken der verschiedenen Teilbereiche und der daran beteiligten Firmen optimieren, dann sollten wir auf dem richtigen Weg sein.“
Und Herr Gritzka ergänzt: „Die Optimierung des Zusammenwirkens der verschiedenen Teilbereiche der Batteriefertigung und des gesamten elektrischen Antriebsstranges kann sowohl national als auch international notwendigen Input für die deutsche Industrie liefern.“

Der Lenkungskreis hat viel vor
Im VDMA Batterieproduktion konnten zahlreiche relevante Unternehmen entlang der Batteriefertigung versammelt werden. Für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau ergeben sich mit dem nationalen und internationalen Hochlauf der Batterieproduktion zahlreiche Möglichkeiten. Die in den Lenkungskreis (Vorstand) entsendeten Führungskäfte der Firmen verfolgen daher den weiteren Ausbau der Zusammenarbeit der verschiedenen Forschungsinstitute, der Hochschulen und der Industriepartner.
Gleichzeitig ist der ständige Kontakt mit der Kundenbranche im Lenkungskreis stark verankert: Prozessinnovationen müssen gemeinsam vorangetrieben werden, dabei steht der Austausch zwischen Herstellern, Zulieferern, Maschinenbauern und der Forschung im Vordergrund. Eine Zellfertigung in Deutschland bietet hierfür große Chancen und wäre für den Standort Deutschland ein großer Gewinn.
Denn so bietet sich die Chance, die Batterietechnologie und die entsprechenden Fertigungsprozesse für zukünftige Anwendungen weiterzuentwickeln und mitzugestalten.

Hinweis: Erfahren Sie mehr zu den Mitgliedern des VDMA Lenkungskreises Batterieproduktion unter:http://battprod.vdma.org/viewer/-/article/render/15147781