Über 250 Organisationen unterstützen Verbände-Appell zur Bürgerenergiewende

Teilen

Berlin / Aachen, 02.03.26 – Der gemeinsame Appell von Bündnis Bürgerenergie (BBEn), Deutscher Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) und Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV) stößt auf breite Resonanz: Innerhalb weniger Tage haben sich über 250 Genossenschaften, kleine und mittlere Unternehmen, Vereine und Initiativen angeschlossen.

„Zahlreiche Organisationen senden ein klares Signal: Die Bürgerenergie ist tragende Säule der Energiewende. Und sie braucht jetzt verlässliche politische Rahmenbedingungen. Wer Investitionssicherheit schwächt oder neue Unsicherheiten schafft, gefährdet regionale Wertschöpfung, gesellschaftliche Teilhabe und das Engagement tausender Menschen vor Ort“, erklärt Harald Uphoff, Vorstand vom BBEn.

Die Befürchtungen der Initiatoren des Appells scheinen sich durch weitere aktuelle Entwicklungen zu verstärken: Neben der Debatte um ein neues Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) sorgt ein geleakter Arbeitsentwurf zur Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (Stand 22.01.2026) für zusätzliche Verunsicherung – aus Sicht der Initiatoren ein kumulatives Risiko für Investitionsbereitschaft und Planungssicherheit vor Ort und Druck auf Bürgerenergie, Mittelstand und Kommunen.

„Die Abschaffung der Einspeisevergütung für kleine Solaranlagen wäre fatal und würde einen wichtigen Wirtschaftsfaktor und zentralen Baustein der Energiewende, die Bürgerenergie abwürgen. Wir erwarten von Bundeswirtschaftsministerin Reiche, diese Dynamik nicht zu gefährden“, warnt Frank Späte, Präsident der DGS.

Susanne Jung, Geschäftsführerin des SFV erklärt: “Die PV-Anlagen der Bürgerinnen und Bürger sind weder verantwortlich für Netzengpässe noch Kostentreiber. Wer abschätzig das Ende von ‚Produce & Forget‘ fordert, muss auch die Stromnetze, die digitale Infrastruktur, die nötigen Speicher und nicht zuletzt stabile politische Rahmenbedingungen liefern. Wir stehen bereit für den Klimaschutz und die Energiewende – jetzt muss der Staat bei den Netzen endlich nachziehen und Blockaden auflösen.”

Die Verbände kündigen an, ihre Forderungen gemeinsam mit den Mitzeichnenden an das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie zu übergeben. Weitere Organisationen können den Appell bis 08.03.26 per Mail unterstützen.

Hintergrund
Am 20.02.2026 veröffentlichten BBEn, DGS und SFV einen gemeinsamen Appell „Netzpaket gefährdet dezentrale Energiewende“ mit dem Aufruf zur Mitzeichnung. Bisher haben über 250 Organisationen mitgezeichnet. Auch zahlreiche Privatpersonen meldeten sich.

Mitzeichnung bis 08.03.26 möglich
•    Per E-Mail an zentrale@sfv.de
•    Betreff: Netzpaket – Wir zeichnen den Appell mit
•    Angabe von Organisation, Website, Ansprechperson

Appell