Über 12.000 Euro Ersparnis gegenüber Gasheizung: Warum sich Ratenkauf von Solar und Wärmepumpe auszahlt
Wird eine neue Heizung nötig, bremsen hohe Anschaffungskosten oft die Entscheidung für eine Wärmepumpe. 1KOMMA5° zeigt in einer Modellrechnung über die Laufzeit von 25 Jahren, dass eine PV-Anlage, Speicher und Wärmepumpe selbst vollfinanziert durch einen Ratenkauf inklusive Zinsen 12.451 Euro günstiger sind als der Kauf und Betrieb einer Gasheizung.1
Solaranlage, Speicher und Wärmepumpe ratenfinanziert: höhere Investition, trotzdem elf Prozent geringere Gesamtkosten als Gasheizung
In der Modellrechnung wird der Einbau einer neuen, effizienten Gasheizung für 10.000 Euro angenommen. Demgegenüber steht die Elektrifizierung des Eigenheims. Der Haushalt schafft PV-Anlage, Speicher, Wärmepumpe und intelligente Steuerung für 60.000 Euro an.
Finanziert wird das Gesamtsystem zu einem Zinssatz von 5,99 Prozent p. a. Eine KfW-Förderung von 16.500 Euro dient der Reduzierung der Rate für die ersten 20 Jahre effektiv auf 342,72 Euro pro Monat. Ab dem 21. Jahr sinkt diese Rate nach dem Ende der Wärmepumpen-Finanzierung auf 160,92 Euro. Dann werden nur noch die Solaranlage und der Speicher für weitere fünf Jahre abbezahlt.
Nimmt man diese Zinskosten, die reduzierten Stromkosten und die Einnahmen durch die Stromeinspeisung zusammen, belaufen sich die Gesamtkosten des PV-Wärmepumpen-Systems nach 25 Jahren auf 104.542 Euro. Die Gas-Alternative schneidet durch höhere Brennstoffpreise mit insgesamt 116.993 Euro deutlich teurer ab.
„Eigenheimbesitzer sollten sich nicht von den reinen Anschaffungskosten blenden lassen“, sagt Jannik Schall, Produktchef und Mitgründer von 1KOMMA5°. „Wer den Umstieg über einen Ratenkauf finanziert, tauscht steigende Betriebskosten für fossile Brennstoffe gegen planbare, feste Raten und geringe Stromkosten für die eigene Energieunabhängigkeit. Wirtschaftlich ist das bereits ab dem ersten Monat.“
Intelligente Steuerung senkt Energiekosten durch optimale Nutzung sowie Kauf und Verkauf des Stroms auf 42 Euro im Monat
Der Grund für den Vorsprung der Elektrifizierung liegt in der Optimierung durch eine intelligente Steuerung, z. B. Heartbeat AI von 1KOMMA5°. Das Beispielsystem erzeugt jährlich 10.925 Kilowattstunden (kWh) Solarstrom. Davon fließen 5.841 kWh direkt und ohne Zusatzkosten in Haushalt und Wärmepumpe. Nur 3.618 kWh müssen noch aus dem Netz gekauft werden.
Heartbeat AI bindet Kunden direkt an den Strommarkt an und optimiert alle im Haushalt verbundenen Geräte wie Wärmepumpe, Speicher und PV. Der Vorteil wird voll an den Verbraucher weitergereicht.
Wird der Strom mit Hilfe einer intelligenten Steuerung zu günstigen Zeiten am Strommarkt gehandelt oder gespeichert, senkt das den Preis für Reststrom im Beispiel auf 843 Euro im Jahr. Da die Steuerung automatisch überschüssigen Strom für 457 Euro pro Jahr verkauft, kostet die Energie im laufenden Betrieb abzüglich Netzentgeltreduzierung und inkl. der Gebühren für die Steuerung und Direktvermarktung nur noch 505 Euro im Jahr bzw. 42 Euro im Monat.
„Die Elektrifizierung des Eigenheims senkt die Energiekosten so stark, dass sich selbst langfristige Ratenfinanzierung lohnt“, sagt Jannik Schall. „Kann man das System schneller abbezahlen, vergrößert sich der Vorsprung gegenüber der Gasheizung. Hier ist es wichtig, einen Anbieter zu wählen, der diese Flexibilität bietet. Gleichzeitig steigern Eigenheimbesitzer den Wert ihrer Immobilie deutlich.“
Kostenrisiko Gasheizung: CO₂-Preis und steigende Netzentgelte lassen Gaspreis in Zukunft steigen
Bei der Gasnutzung müssen Verbraucherinnen und Verbraucher in Zukunft mit weiter steigenden Preisen rechnen. Bei einem Verbrauch von 18.000 kWh pro Jahr liegen die Kosten für Gas und Haushaltsstrom schon zu Beginn bei über 3.500 Euro im Jahr. Für den weiteren Verlauf der Berechnung wurde konservativ angenommen, dass der CO₂-Preis bis 2035 auf maximal 160 Euro pro Tonne steigt und danach konstant bleibt.
Zudem operiert die Modellrechnung mit einer jährlichen Gaspreissteigerung von zwei Prozent, was angesichts steigender Netzentgelte durch weniger gasversorgte Haushalte und höherer Kosten durch die Pflicht zu Biogasanteilen übertroffen werden dürfte.
Dennoch steigen die jährlichen Ausgaben des Gas-Haushalts bis zum 25. Jahr auf knapp 5.000 Euro an. Während das Wärmepumpen-System nach Ablauf der Finanzierung kostengünstig läuft, bleibt Gas eine dauerhafte finanzielle Belastung.