Kaiserslautern, 05.06.2015. Solarstrom lohnt sich für den Eigenverbrauch! Trotz sinkender staatlicher Förderungen durch geänderte Förderbestimmungen im vergangenen Jahr, die zu einem Rückgang im Zubau von PV-Anlagen beigetragen haben dürften, bleibt diese Aussage im Kern bestehen. Das gilt insbesondere für Rheinland-Pfalz, das mit viel Sonne – Experten sprechen von hohen solaren Globalstrahlungswerten – gute Voraussetzungen für die Erzeugung von Solarenergie mitbringt.
Eigenverbrauch von selbst erzeugtem Strom ist wirtschaftlich
Die Installation von Photovoltaikanlagen lohnt sich nach wie vor insbesondere für Privathaushalte – auch, weil die Preise der Anlagen in den vergangenen Jahren deutlich gesunken sind. Voraussetzung für die wirtschaftliche Nutzung von selbst erzeugtem Strom ist allerdings, dass die Photovoltaikanlage bedarfsgerecht ausgelegt ist. Dazu empfiehlt es sich, schon in der Planungsphase die Einschätzung eines unabhängigen Experten, zum Beispiel eines Energieberaters, einzuholen.
Rund 60 Prozent der in Rheinland-Pfalz installierten Photovoltaikanlagen entfallen auf kleinere Auf-Dachanlagen mit einer Größe von bis zu 10 Kilowatt Leistung, wie sie vor allem auf Privathäusern oder kleineren Firmengebäuden installiert sind. Ist der Stromverbrauch auf die Produktion der Photovoltaik-Anlage abgestimmt, kann bei einer optimal ausgelegten Anlage eine Eigenstromquote von 20 bis 30 Prozent erreicht werden. Kommen zusätzlich Stromspeicher zum Einsatz, kann die Eigenstromquote sogar auf über 70 Prozent steigen. Die Eigenstromquote gibt an, wieviel Prozent des erzeugten Solarstroms vom Erzeuger im eigenen Haushalt verbraucht wird. Bei Anlagen unter 10 kWp muss der Erzeuger für diesen Strom dem Energieversorger nichts zahlen.
Solarthermie für nachhaltige Wärmeversorgung
Nicht nur Strom, sondern auch Wärme lässt sich wirtschaftlich aus der Sonne gewinnen. In Rheinland-Pfalz wurden seit 2001 über 56.000 geförderte Solarthermie-Anlagen mit einer Fläche von über 507.000 Quadratmeter installiert. Dies entspricht der Größe von rund 50 Fußballfeldern. 98 Prozent der geförderten Anlagen in Rheinland-Pfalz sind im Bereich private Wohngebäude zu finden. Der Rest entfällt u.a. auf gewerbliche und industrielle Nutzung.
Wie die Photovoltaik ist auch bei der Solarthermie ein Rückgang der Installationszahlen zu verzeichnen. Aufgrund der verbesserten Förderbedingungen für Solarthermie durch das seit 1. April 2015 novellierte Marktanreizprogramm ist mit einer Belebung des Marktes zu rechnen.
Woche der Sonne: Energieagentur Rheinland-Pfalz informiert über Vorteile von Solarenergie
Die Energieagentur Rheinland-Pfalz informiert in zahlreichen Veranstaltungen im Rahmen der „Woche der Sonne und Pellets 2015“ vom 12.-21. Juni 2015 gezielt über die Vorteile der Nutzung von Solarenergie im Bereich Strom- und Wärmeerzeugung.
- 14. Juni 2015, 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr: Familientag am BioWärmeZentrum Simmern
- 15. Juni 2015, 10.00 Uhr bis 11.30 Uhr: Holz-Pellet-Heizung in der Janusz-Korczak-Schule, Sinzig
- 15. Juni 2015, 9:00 Uhr bis 10.30 Uhr: Holz-Hackschnitzel-Heizung im Thomas-Morus-Gymnasium, Daun
- 16. Juni 2015, 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr: Bastelnachmittag für Kinder zum Thema Sonne, Landesgartenschau Landau
- 16. Juni 2015, 18.30 Uhr bis 22.00 Uhr: Bürgerstammtisch Solar, Enkenbach-Alsenborn, Gaststätte Pfälzer Hof Enkenbach-Alsenborn
- 17. Juni 2015, 17.00 Uhr bis 18.00 Uhr: Führung durch das Leit-Center der Stadtwerke Trier, gemeinsam mit Stadtwerken Trier
- 20. Juni 2015, 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr: Solarfest auf dem historischen Marktplatz in Mayen
Nähere Informationen zu den Veranstaltungen finden Sie auf www.energieagentur.rlp.de unter dem Menüpunkt Veranstaltungen – Woche der Sonne.
Sonnenenergie in Rheinland-Pfalz im Detail: Daten und Fakten
Im Jahr 2014 waren in Rheinland-Pfalz rund 87.400 Photovoltaikanlagen am Netz. Dies entspricht einem Stromerzeugungspotenzial von rund 1,66 Terawattstunden (TWh). Damit könnte der Stromverbrauch von 400.000 Vier-Personen-Haushalten gedeckt werden. Rheinland-Pfalz will die Stromerzeugung aus Photovoltaik-Anlagen bis zum Jahr 2020 auf zwei TWh erhöhen. Bis 2030 soll Solarstrom ein Viertel der Gesamtstromerzeugung in Rheinland-Pfalz decken.
Die Entwicklung in Rheinland-Pfalz entspricht dem Bundestrend: Seit 2012 ist der Zubau an Photovoltaik-Anlagen in Rheinland-Pfalz deutlich rückläufig: 2012 gingen landesweit 370 Megawatt (MW) neu ans Netz, im Jahr 2013 halbierte sich der Zubau auf 188 MW. Im Jahr 2014 ging er auf rund 100 MW zurück. Ursache für diesen Rückgang sind vermutlich die Novellierungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) in den Jahren 2012 und 2014. Sie sehen deutlich niedrigere Einspeisevergütungen für Neuanlagen vor und für Anlagen größer als 10 kWp eine anteilige EEG-Umlage bei Eigenverbrauchsnutzung.
Die Energieagentur Rheinland-Pfalz ist die landesweite Plattform für die Energiewende in Rheinland-Pfalz. Sie unterstützt Akteure aus verschiedenen Bereichen dabei, die Energiewende voranzutreiben. Dazu bietet sie fachliche Unterstützung, vernetzt und moderiert, kommuniziert Energiewende-Projekte und entwickelt Statusberichte zur Energiewende im Land. Die Energieagentur Rheinland- Pfalz GmbH ist 2012 als hundertprozentige Landestochter mit Sitz in Kaiserslautern gegründet worden. Sie wird aus Mitteln des Ministeriums für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung finanziert. Sie arbeitet markt- sowie anbieterneutral in enger Kooperation mit zahlreichen etablierten Akteuren.





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