Test auf PID, schnell, günstig und direkt im Feld: Fraunhofer CSP präsentiert PIDcheck auf der Intersolar

Teilen

Ein mobiles Messgerät für die PID-Anfälligkeit von Solarmodulen präsentiert das Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik CSP auf der Fachmesse Intersolar vom 15.-17. Mai 2019 in München. Besucher können das Gerät selbst ausprobieren und am Stand des Fraunhofer CSP auch weitere neue Ansätze für die Qualitätskontrolle in der Solarindustrie kennenlernen.

Das vom Fraunhofer CSP gemeinsam mit Freiberg Instruments entwickelte Gerät PIDcheck ermöglicht einen schnellen, kostengünstigen und mobilen Test von Solarmodulen auf Potential-induzierte Degradation (PID), eine der häufigsten Ursachen von Leistungseinbußen von Solarmodulen. Besonders attraktiv dabei: Mit dem tragbaren PIDcheck wird es möglich, Module auch im Freifeld einer Qualitätsprüfung zu unterziehen. So können aufwendige Prüfverfahren im Labor und in Klimakammern entfallen. Mit vier bis acht Stunden nimmt die Überprüfung zudem deutlich weniger Zeit in Anspruch als bisherige Methoden.

Weiterhin ermöglicht PIDcheck etwa für Inhaber von Solarkraftwerken, Modulhersteller, Serviceanbieter, Gutachter und Versicherungen eine Prognose für die Degradation. Selbst wenn in einer Anlage noch keine PID aufgetreten ist, lässt sich die PID-Anfälligkeit der installierten Solarmodule bestimmen. Ist PID bereits aufgetreten, lässt sich mit dem PIDcheck eine Aussage über die erwartbare zukünftige Leistungsfähigkeit des Moduls treffen. Am Stand C1.371 können Interessierte das Gerät am Donnerstag, 16. Mai, von 11-14 Uhr selbst ausprobieren.

Zudem stellt das Fraunhofer CSP zukunftsweisende Konzepte für das zuverlässige Design von Leichtbaumodulen sowie einen neuen Ansatz zur Prognose der Ertragsverluste durch Light and elevated Temperature Induced Degradation (LeTID) in PERC-Solarzellen vor. »Wir zeigen, wie wir Kunden durch innovative Ansätze, exzellentes Material-Know-how und das Ausnutzen der Möglichkeiten, die sich durch Big Data und Digitalisierung bieten, im Qualitätsmanagement ihrer Produkte entlang der Wertschöpfungskette unterstützen können«, sagt Prof. Ralph Gottschalg, Leiter des Fraunhofer CSP in Halle (Saale).

Über das Fraunhofer-Center für Siliziumphotovoltaik CSP

Das Fraunhofer CSP betreibt angewandte Forschung in den Themengebieten der Siliziumkristallisation, Waferfertigung, Solarzellen- und Modulcharakterisierung, Modultechnologie und für Komponenten und Systemzuverlässigkeit. Es entwickelt dabei neue Technologien, Produktkonzepte und Prüfkonzepte entlang der gesamten photovoltaischen Wertschöpfungskette. Schwerpunkte sind die Zuverlässigkeitsbewertung von Solarzellen und Modulen unter Labor- und Einsatzbedingungen sowie die elektrische, optische, mechanische und mikrostrukturelle Material- und Bauteilcharakterisierung. Basierend auf dem Verständnis von Ausfallmechanismen werden dadurch Messmethoden, Geräte und Fertigungsprozesse für Komponenten und Materialien mit erhöhter Zuverlässigkeit entwickelt. Ergänzt wird das Portfolio der Photovoltaik durch Forschungen im Bereich der regenerativen Wasserstofferzeugung, -Speicherung und -Nutzung, hierbei insbesondere der Entwicklung, Charakterisierung und Testung neuer Materialien für Brennstoffzellen und Elektrolyseure sowie der Simulationen und der Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen von dezentralen Photovoltaik-Elektrolysesystemen. Das Fraunhofer CSP ist eine gemeinsame Einrichtung des Fraunhofer-Instituts für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS und des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE.