Hamburg, München, Berlin – 1. September 2025. Der Anteil erneuerbarer Energien an der Last ist im August leicht auf 61,5 Prozent gestiegen. Parallel dazu gaben die Börsenstrompreise gegenüber dem Vormonat um knapp einen Cent pro Kilowattstunde nach.
Haupttreiber dieser positiven Preisentwicklung war die starke Solarstromerzeugung im August: Mit deutlich über 9.000 Gigawattstunden erreichte sie ein außergewöhnlich hohes Niveau. Zwar lag im Vormonat Juli die Solarstromproduktion ähnlich hoch, dennoch waren die Strompreise höher.
Einer der Gründe: Während das sonnige Sommerwetter Deutschland viel günstigen Solarstrom bescherte, führte es im Nachbarland Frankreich zu Problemen. Dort mussten mehrere Atommeiler ihre Leistung drosseln oder wurden ganz abgeschaltet – in die Filter der Kühlwasserpumpen waren Quallen gelangt. Sie vermehren sich bei steigenden Wassertemperaturen besonders stark. Experten führen dies auf den Klimawandel zurück. „Der Ausfall der französischen Atommeiler verknappte Strom auch hierzulande. Ohne diesen Effekt wären die Preise im Juli wohl ähnlich niedrig ausgefallen wie im August“, erklärt Jan Rabe, Mitgründer und CEO des Stromversorgers Rabot Energy.
Das Phänomen ist nicht neu. Schon in den vergangenen Jahren zwangen Hitze und Trockenheit französische Atomkraftwerke zur Drosselung oder Abschaltung, weil Flüsse zu wenig Kühlwasser führten. „Die Vorfälle zeigen, dass Atomkraft kein verlässlicher Energielieferant ist, wie so oft behauptet“, erklärt Rabe.
Er fordert deshalb einen konsequenten Ausbau der erneuerbaren Energien und der Netzinfrastruktur: „Nur so sichern wir die Unabhängigkeit Deutschlands in der Stromversorgung.“
Und auch die europäischen Nachbarn können von Deutschem Solarstrom profitieren. Frankreich etwa erhöhte Ende Juni seine Stromimporte aus Deutschland massiv, um die Ausfälle seiner Atomkraftwerke abzufedern. Ein Beispiel, wie erneuerbare Energien nicht nur Deutschland, sondern auch Europa zugutekommen können.





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