Berlin, 05. Dezember 2024: Eine neue Studie des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung beziffert die Kosten für den zum Erreichen der Klimaziele notwendigen Ausbau des Stromnetzes mit mehr als 650 Milliarden Euro. Dabei könnten zusätzliche Potenziale auch kurzfristig und kostengünstiger gehoben werden.
Der Studie zufolge müssten bis zum Jahr 2045 651 Milliarden Euro in den Ausbau der Netzinfrastruktur investiert werden, um das deutsche Netz zum Erreichen des Klimaneutralitätsziels vorzubereiten. Dazu müssten in den kommenden Jahren jeweils Investitionen in Höhe von 34 Milliarden Euro getätigt werden – und damit mehr als doppelt so viel, wie im Jahr 2023 investiert wurde.
BEE-Präsidentin Dr. Simone Peter: “Die Ergebnisse der Studie stimmen nachdenklich. Furcht vor den Kosten darf nun nicht dazu führen, dass der langsam in Gang gekommene Netzausbau oder gar der Ausbau der Erneuerbaren wieder verzögert werden. Wird hier das Tempo nicht weiter beschleunigt, schiebt der Netzausbau die Zubauschuld weiter wie eine Bugwelle vor sich her. Aber es gibt kurzfristig umsetzbare, kostengünstige Sofortmaßnahmen, die dem Netzausbau etwas Luft verschaffen.“
Durch das Überbauen von bestehenden Netzverknüpfungspunkten mit mehreren Erneuerbare-Energien-Anlagen und Speichern kann die bereits bestehende Netzinfrastruktur deutlich effizienter genutzt werden. Das wäre kurzfristig realisierbar, das Einsparpotenzial liegt in Milliardenhöhe. Der BEE hat in einer Studie die Vorteile dieser Maßnahme dargestellt, und die Ampel-Regierung Bereitschaft signalisiert, dies noch in dieser Legislatur umzusetzen. Die jüngst im Kabinett noch beschlossene EnWG-Novelle hat dies aber unbefriedigend adressiert.
“Die projizierten Kosten des Netzausbaus sind ein Abbild des Status quo. Neben der besseren Nutzung bestehender Netze müssen auch die hoch komplexen und jahrelangen Genehmigungsverfahren – selbst bei der Ertüchtigung in Bestandstrassen – und die daraus resultierenden Kosten in den Blick genommen werden. Hier sind mit der neuen Legislatur neue Regelungen zu treffen, die eine Erneuerung bestehender Netze unter Verzicht auf aufwendige Genehmigungsverfahren möglich machen”, so Peter.





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