Düsseldorf, 1. September 2025. Die Anzahl der Stunden mit besonders niedrigen Preisen am Day-Ahead-Markt der Strombörse wuchs im Sommer 2025 um 11,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das zeigt eine Analyse der naturstrom AG auf Grundlage von Daten der Bundesnetzagentur.
Zwischen Mai und August – den Monaten mit der naturgemäß höchsten Solarstrom-Erzeugung – verdoppelte sich die Zahl der Stunden mit Börsenstrompreisen unter 3 Cent pro Kilowattstunde (kWh) im Vergleich zum ersten Jahresdrittel (658 zu 315), wie zu erwarten war. Doch auch gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg die Anzahl der Niedrigpreis-Stunden um rund 12 Prozent. Die Negativpreis-Stunden nahmen sogar noch mehr zu: um 18,9 Prozent von 291 Stunden zwischen Anfang Mai und Ende August 2024 auf 346 Stunden im gleichen Zeitraum 2025.
Hochpreis-Stunden gehen zurück
Gleichzeitig ging die Zahl überdurchschnittlich teurer Stunden, in denen die kWh über 15 Cent kostet, im Vergleich zum Vorjahr um knapp 25 Prozent zurück (97 zu 73) – wobei der absolute Höchstpreis in diesem Zeitraum entgegen dem Trend mit 47,6 Cent pro KWh deutlich über dem Vorjahres-Höchstwert von 28,9 Cent lag.
Der durchschnittliche Preis fürs zweite Jahresdrittel blieb dagegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum relativ konstant, er stieg leicht von 7,1 auf 7,4 Cent pro kWh.
Großes Potenzial bleibt oft noch ungenutzt
„Damit Verbraucher:innen von den Preisentwicklungen profitieren können, muss der Smart Meter Rollout flächendeckend vorangetrieben werden“, mahnt Oliver Hummel, Vorstandsvorsitzender der naturstrom AG, die für die Untersuchung Daten des SMARD-Portals der Bundesnetzagentur auswertete. „Denn nur mit Smart Meter ist der Wechsel zu einem stundenscharfen Tarif möglich. Auf den Etappenerfolgen einzelner Netzbetreiber im Pflichtausbau-Segment darf sich niemand ausruhen, wir brauchen die Digitalisierung in der Breite.“
Dynamische Tarife wie sie auch naturstrom anbietet, richten sich nach den aktuellen Preisen an der Strombörse. Da so stündlich ein anderer Preis angesetzt ist, benötigen die Haushalte ein intelligentes Messsystem, eher bekannt als Smart Meter. Gerade Bürger:innen mit steuerbaren Verbrauchern wie Elektroauto, Wärmepumpe oder Batteriespeicher können durch die zeitliche Verschiebung ihres Stromverbrauchs die immer häufigeren Niedrigpreiszeiten an der Börse für den günstigen Stromeinkauf nutzen und dadurch gleichzeitig das Energiesystem entlasten.
Die naturstrom AG wurde 1998 in Düsseldorf gegründet und versorgt mehr als 300.000 Haushalte, Unternehmen und Institutionen mit naturstrom, naturstrom ökogas und nachhaltiger Wärme. Damit ist naturstrom der größte unabhängige Ökostromanbieter in Deutschland. Das Unternehmen setzt auf den konsequenten Ausbau dezentraler Erneuerbarer Energien. Rund 350 Öko-Kraftwerke sind durch Mitwirkung von naturstrom bislang ans Netz gegangen. Zudem realisiert naturstrom verbrauchsnahe, sektorenübergreifende Versorgungslösungen: von der ökologischen Nahwärmebelieferung in ländlichen Kommunen über Mieterstrom bis hin zu Strom-, Wärme- und E-Mobilitätsangeboten für Betriebe oder Quartiere. 500 Beschäftigte bringen an 15 Standorten die Energiewende voran. Für ihre Vorreiterrolle wurde die naturstrom AG vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Europäischen Solarpreis.





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