Anlässlich der heutigen Veröffentlichung des jährlichen Berichts des „Global Carbon Project“, demzufolge die globalen CO2-Emissionen aus fossilen Brennstoffen und der Industrie im Jahr 2017 erstmals seit drei Jahren wieder steigen (um voraussichtlich zwei Prozent), sagte Ann-Kathrin Schneider, Klimaexpertin beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND):
„Zwei Jahre nach Abschluss des Klimaschutzabkommens von Paris gibt es keine Trendwende. Der Ausstoß der Treibhausgase nimmt wieder zu, auch in Deutschland. Klimaschutz braucht jetzt kein weiteres Bekenntnis, sondern endlich effektive Maßnahmen und zu allererst den Kohleausstieg. Nur mit der Abkehr von Kohle, dann Öl und Gas kann der globale CO2-Ausstoß schnell und radikal gesenkt werden, dabei müssen Industriestaaten wie Deutschland vorangehen.
Dass weltweit die Emissionen aus Kohlekraftwerken leicht abnehmen, ist zwar ein kleiner Lichtblick, jedoch sind sie auch in Deutschland weiterhin viel zu hoch. Der Verbrauch an Braunkohle hat sogar wieder zugelegt. Für das Klimaziel 2020 müssen alle Kohlemeiler, die vor 1990 in Betrieb gingen, stillgelegt werden. Klimaschutz geht nicht ohne Kohleausstieg, das müssen auch die Jamaika-Unterhändler in Berlin endlich begreifen. Nur alte Klimaziele zu bekräftigen reicht nicht, den Kohleausstieg bis spätestens 2030 festzuschreiben ist das klimapolitische Gebot der Stunde. Außerdem braucht die Energiewende dringend neuen Schub durch Investitionen in Energieeffizienz und eine Verdopplung des Ausbaus erneuerbarer Energien.“
Pressekontakt: Ann-Kathrin Schneider, BUND-Klimaexpertin (bis 17.11. auf der COP23 in Bonn vor Ort), E-Mail: annikathrin.schneider@bund.net, Mobil: 0151-24087297 bzw. Annika Natus, BUND-Pressesprecherin, Mobil: 0170-1606658, E-Mail: presse@bund.net





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