Statkraft auf der E-world energy & water 2026: Flexibilität als Schlüssel zur Energiewende – Statkraft treibt intelligente Speicher- und Grünstrom-Lösungen voran

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  • Grünstrom-PPAs: Statkraft baut Portfolio weiter aus
  • Steuerbare Kraftwerke und Speicher sichern Stromversorgung bei Dunkelflauten
  • Windenergie: Repowering und Greenfield mit ersten Genehmigungen in NRW, Hessen und Baden-Württemberg

Mit einem Anteil erneuerbarer Energien von über 60 Prozent im Strommix[1] im dritten Quartal 2025 nimmt die Volatilität am Strommarkt zu. Zugleich wurde im Gesamtjahr 2025 mit über 500 Stunden mit negativen Strompreisen ein neuer Negativ-Rekord erreicht – eine Entwicklung, die neue Lösungen erfordert. Statkraft begegnet dieser Dynamik mit einem integrierten Ansatz aus grüner und flexibel steuerbarer Erzeugung sowie intelligenten Speichersystemen.

„Flexibilität ist seit 130 Jahren Teil unserer DNA – angefangen bei Wasserkraftwerken bis hin zu hochmodernen Batteriesystemen von heute. Mit unserem Portfolio aus erneuerbaren Energien, Speichern und steuerbaren Kraftwerken tragen wir entscheidend zu einem erfolgreichen Umbau des Energiesystems von morgen bei – auch unter sich stetig verändernden Rahmenbedingungen“, sagt Stefan-Jörg Göbel, SVP Germany & Country Manager bei Statkraft.

Statkraft optimiert viele steuerbare Erzeugungs- und Speicheranlagen und hat in Deutschland ein diversifiziertes Flexibilitätsportfolio aus Batterien, Wasser-, Pumpspeicher-, Biomasse- und Gaskraftwerken.

Auch in der Direktvermarktung von Speicherkapazitäten für Drittunternehmen verfügt Statkraft bereits über 10 Jahre marktführende Expertise in Großbritannien und Irland – ein bewährtes Know-how, das das Unternehmen nun nach Deutschland bringt.

Batteriespeicher: Leuchtturmprojekt Zerbst im Betrieb, weitere Projekte in Planung
Batteriespeicher sind zu einem zentralen Baustein der Energiewende geworden, indem sie die fluktuierende Stromerzeugung aus Wind und Sonne ausgleichen. Statkraft erwartet in den kommenden Jahren einen starken Zubau von Batteriespeichern und positioniert sich in diesem wachsenden Marktsegment, um die für die Systemstabilität dringend benötigte Flexibilität bereitzustellen und die Integration der Erneuerbaren zu unterstützen.

Ein besonderes Highlight ist das Co-Location-Projekt in Zerbst (Sachsen-Anhalt): Mit 46,4 MW Solarleistung und 16 MW Batteriespeicher ging im November 2025 Deutschlands größte Hybridanlage im EEG ans Netz. Das Projekt zeigt, wie Co-Location funktioniert: fluktuierende Erzeugung und Strompreise werden zur Chance, da überschüssiger Solarstrom zwischengespeichert und später verkauft werden kann. Ein gemeinsamer Netzanschluss, optimale Infrastrukturnutzung und deutlich erhöhte Wirtschaftlichkeit machen diese Kombination zur logischen Lösung für die Zukunft.

Statkraft verfügt in Deutschland bereits über 240 MW installierte Speicherleistung, darunter nicht nur seine Batteriespeicher in Zerbst und Dörverden (Niedersachsen), sondern auch das Pumpspeicherkraftwerk Erzhausen (Niedersachsen) mit einer installierten Leistung von 220 MW. Darüber hinaus prüft das Unternehmen die Umsetzung von großen Stand-Alone-Batteriespeichern an bestehenden Kraftwerksstandorten, darunter die Realisierung eines Großspeichers mit 250 MW Leistung in Landesbergen (Niedersachsen). Die Nutzung vorhandener Infrastruktur beschleunigt sowohl Planung als auch Realisierung erheblich.

Grünstrom-PPAs: Statkraft baut Portfolio kontinuierlich aus
Statkraft hat seine Position als einer der führenden Anbieter von Grünstrom-PPAs in Europa im vergangenen Jahr weiter ausgebaut. Allein in Deutschland erhöhte das Unternehmen sein Gesamtliefervolumen um 7 TWh auf rund 60 TWh bis 2039 – das entspräche etwa einem Drittel des gesamten deutschen Industriestrombedarfs im Jahr 2024.

Das vergangene Jahr markierte zugleich einen Rekord im PPA-Geschäft mit Erzeugern erneuerbarer Energien: Statkraft schloss so viele Verträge wie nie zuvor ab, sowohl mit Bestands- als auch mit Neukunden. Auf der Abnehmerseite zählen nun führende Unternehmen wie Benteler, Infineon, Leipa und thyssenkrupp zum Kundenkreis, die auf Statkraft als langfristigen Partner für ihre Energieversorgung setzen.

„Der PPA-Markt entwickelt sich dynamisch weiter. Während der Nachhaltigkeitsaspekt zur Selbstverständlichkeit geworden ist, rücken für Industriekunden zunehmend flexible Preis- und Laufzeitmodelle in den Vordergrund. Wir sind in der Lage, diese veränderten Bedürfnisse mit unserem großen Erneuerbaren-Portfolio und sehr individuellen PPA-Lösungen zu bedienen, die Kunden nahtlos in ihre Strombeschaffung integrieren können“, sagt Sascha Schröder, Vice President Central European Origination.

So entstehen innovative Lösungen wie etwa das erste virtuelle PPA, das Statkraft für das Agrarunternehmen Syngenta strukturierte.

Steuerbare Kraftwerke für Versorgungssicherheit
Um die Stromversorgung auch bei Dunkelflauten sicherzustellen, bleiben steuerbare Erzeugungskapazitäten ein wichtiger Baustein im Energiesystem. Sie gleichen die schwankende Einspeisung erneuerbarer Energie aus und gewährleisten Netzstabilität – besonders in den kritischen Stunden, wenn weder Wind weht noch die Sonne scheint. Hier betreibt Statkraft in Deutschland 17 Gas-, Biomasse- und Wasserkraftwerke mit einer Gesamtleistung von rund 1.800 MW, mit der im Jahr 2025 3.12 TWh Strom erzeugt wurden – 8 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit gehört Statkraft zu den drei größten Betreibern von Gaskraftwerken in Deutschland und plant in den kommenden Jahren, weiter in die Modernisierung und Instandhaltung flexibler Erzeugungskapazitäten zu investieren.

Windenergie: Repowering mit ersten Genehmigungen in Hessen und Baden-Württemberg 
Im Bereich Windenergie setzt Statkraft auf strategisches Wachstum: Nach den ersten Genehmigungen für die Greenfield-Projekte in Rappenhagen (Hessen) und Möhnesee (Nordrhein-Westfalen) sowie die Repowering-Vorhaben in Bredenborn (Nordrhein-Westfalen) und Waldhausen (Baden-Württemberg) befinden sich mehrere weitere Windprojekte in verschiedenen Stadien der Planungs- bzw. Genehmigungsphase.

Die Gesamtprojektpipeline im Onshore-Windbereich beläuft sich auf rund 2.000 MW, wovon sich 1.000 MW auf Repowering-Projekte beziehen. Der Ersatz älterer Bestandsanlagen durch leistungsstarke moderne Turbinen ermöglicht eine signifikante Steigerung der Stromerzeugung – bei gleichzeitig effizienter Nutzung bereits erschlossener Standorte.

Über Statkraft
Statkraft ist international führend in Wasserkraft und Europas größter Erzeuger erneuerbarer Energie. Der Konzern erzeugt Strom aus Wasser, Wind, Sonne und Gas, liefert Fernwärme und ist weltweit ein bedeutender Akteur im Energiehandel. Statkraft beschäftigt rund 7.000 Mitarbeitende in mehr als 20 Ländern.

1] Quelle: Stromerzeugung im 3. Quartal 2025: 64,1 % aus erneuerbaren Energiequellen – Statistisches Bundesamt