Startups.Energiewende.Geschäftsmodelle.

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Dortmund. 20 Startups mit innovativen Geschäftsmodellen und Lösungsansätzen für die Fragestellungen der digitalen Energiewelt stellen sich auf der 3. Jahrestagung des Netzwerks Energiewirtschaft – Smart Energy der EnergieAgentur.NRW dem Publikum vor.

Das Energieversorgungssystem wird in Zukunft durch einen wachsenden Anteil fluktuierender dezentraler Erzeugungseinheiten geprägt sein. Der, durch die Energiewende bedingte, Wandel von einem statischen System mit ca. 500 bis 1.000 konventionellen Kraftwerken hin zu einem dynamischen System mit mehr als 1,5 Millionen dezentralen Anlagen, stellt die Akteure vor zahlreiche neue Herausforderungen. Zudem sind zur Erreichung der energiepolitischen Ziele zahlreiche große wie auch zunehmend kleinteilige Investitionsmaßnahmen erforderlich. Damit verbunden werden etablierte Marktakteure der Energie- und Umweltwirtschaft vor große Herausforderungen gestellt, während zunehmend neue  Marktakteure (Startups), die agil und flexibel am Markt auftreten, versuchen mit neuen Lösungsansätzen neue Geschäftsmodelle sich zu etablieren. Vermehrt zeigen sich neue und kleine Unternehmen, die insbesondere durch hohe IT-Kompetenz, junge interdisziplinäre Teams und innovative Herangehensweisen neue Geschäftsideen entwickeln.

Welche Chancen und Probleme sich für neue Marktakteure und etablierte Energieversorger ergeben und welches Potenzial in Kooperationen steckt, diskutieren heute (28. Juni 2017) in Dortmund rund 200 Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Praxis mit 20 energiewirtschaftlichen Startups und ausgewählten Experten aus der Branche bei der dritten Jahrestagung des Netzwerks Energiewirtschaft der EnergieAgentur.NRW.

Diskutiert wird auch darüber, welche regulatorischen Rahmenbedingungen bestehen und wie diese angepasst werden sollten, um die wirtschaftlichen Potenziale, die mit der Digitalisierung der Energiewelt einhergehen, noch besser heben zu können. Dr. Eckehard Büscher von der EnergieAgentur.NRW sieht mit den hiesigen Standortfaktoren eine große Chancen für die Industrie und damit dem heimischen Arbeitsmarkt und geht davon aus, dass der Industriestandort NRW eine internationale Spitzenposition einnehmen könne: „Die Digitalisierung ist der Schlüssel zum Erfolg der Energiewende und die größte Chance für die Wirtschaft in NRW. Durch den Ausbau der digitalen Infrastruktur und die Entwicklung digitaler Technologien und Geschäftsmodelle, die gezielte Förderung von Innovationen und Startups und deren Vernetzung mit etablierten Energieversorgen können wir als Energieland Nr.1 nicht nur konkurrenzfähig bleiben, sondern Nordrhein-Westfalen zu einem international attraktiven Standtort ausbauen.“

Dass es nicht nur bei theoretischen Überlegungen bleibt, zeigen rund 20 Startups, die ihre Geschäftsideen auf einer den Kongress begleitenden Ausstellung präsentieren. Zudem tauscht man sich in zwei parallel stattfindenden Fachforen am Nachmittag intensiv aus und entwickelte neue Ideen für die Energiewelt der Zukunft.

Hintergrund: Plattform „Startups.Energiewende.Geschäftsmodelle“
Mit der Plattform „Startups.Energiewende.Geschäftsmodelle“ bietet die EnergieAgentur.NRW jungen Unternehmen aus der nordrhein-westfälischen Energie- und Umweltwirtschaft eine Plattform, um sich im Online- und Printangebot sowie bei ausgewählten Veranstaltungen der EnergieAgentur.NRW zu präsentieren. Ziel ist es, den Startups die Möglichkeit zu geben, sich einem breiten Fachpublikum zu präsentieren und mit etablierten Akteuren, Kunden und Investoren aus der Energie- und Umweltwirtschaft zu vernetzen. Im Bundesvergleich wurden 20% aller Startups aller Branchen in NRW gegründet oder sind hier angesiedelt. Somit ist NRW nicht nur das Bundesland mit den meisten Startups, die Metropol-Region Ruhr ist mit 14% zweitstärkste Startup-Region hinter Berlin, welches mit 17% die meisten Startups beheimatet. Internet: www.energieagentur.nrw/startups

Hintergrund: Netzwerk Energiewirtschaft
Im Fokus des Netzwerkes Energiewirtschaft steht die Verbesserung der Geschäftschancen im In- und Ausland für nordrhein-westfälische Unternehmen aus den Bereichen Energieversorgung und Energienutzung. Das Netzwerk bündelt die Kompetenzen der nordrhein-westfälischen Akteure auf dem Energiemarkt, wie zum Beispiel Versorgungsunternehmen, Energiedienstleister, Anlagenbauer, Finanzdienstleister, wissenschaftliche Institute und Landesinstitute.
Durch die Initiierung und Begleitung von Schlüsselprojekten unterstützt das Netzwerk die Energieversorgungsunternehmen bei der Ausrichtung auf die Energiemärkte der Zukunft. Internet: www.energieagentur.nrw.de/energiewirtschaft

Ansprechpartner:
Janwillem Huda M.A.
EnergieAgentur.NRW
Netzwerke Bergbau- und Energiewirtschaft
c/o RWI4, Völklinger Str. 4, 40219 Düsseldorf
T: +49 211 210944-17
M: +49 171 331 90 26
E: huda@energieagentur.nrw
I: www.energieagentur.nrw/netzwerk-bergbau