Bei der partiellen Sonnenfinsternis am 20.03.2015 verdeckte der Mond in Deutschland je nach Standort 66 bis 83 Prozent der Sonne. Eine große Herausforderung für das Management des Stromnetzes, an das rund 1,4 Millionen Photovoltaikanlagen angeschlossen sind. Die starken Schwankungen konnten mit Hilfe exakter Vorhersagen sehr gut ausgeglichen werden. Das Stromnetz blieb stabil, ein Blackout blieb aus. Netzbetreiber und Stromhändler stützten sich im Vorfeld auf die Solarstromprognosen der meteocontrol GmbH, führendes Unternehmen für die professionelle Fernüberwachung und Qualitätssicherung von Photovoltaikanlagen.
Für jeden Standort weltweit bietet die meteocontrol, Tochterunternehmen der SFCE mit Sitz in Augsburg (Deutschland), hochpräzise Solarstromprognosen an. In Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern Universität Oldenburg und MeteoGroup Deutschland GmbH werden die Prognosen mehrerer internationaler Wettermodelle mit den Messwerten verknüpft. Anschließend erfolgt ein Abgleich mit den Ertragsdaten der über 37.000 von meteocontrol überwachten Solaranlagen. Damit liegen den Solarstromprognosen keine Annahmen sondern reale Betriebsdaten zu Grunde – und die über 30-jährige Erfahrung der meteocontrol in der Fernüberwachung von Photovoltaikanlagen. Mit mehr als 9,8 GWp überwachter Leistung greift meteocontrol auf eine äußerst repräsentative Berechnungs-grundlage zurück. Wie genau sich der Rückgang und der Anstieg der Einstrahlung während der Sonnenfinsternis auswirken würden, konnte meteocontrol auf dieser Datenbasis sehr gut berechnen. Die Prognosen sind bei allen deutschen Übertragungsnetzbetreibern im Einsatz. Entsprechend hoch war die Nachfrage nach verlässlichen Solarstromprognosen vor der Sonnenfinsternis und bereits Wochen vor dem Naturschauspiel liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Mit einer Gesamtkapazität von über 38.000 Megawatt trägt die Photovoltaik einen nicht unerheblichen Teil zur Stromversorgung in Deutschland bei.
Die extremen Schwankungen während der Sonnenfinsternis prognostizierte meteocontrol sehr präzise im Voraus. Innerhalb von 45 Minuten ging die Solarleistung bei abnehmender Sonne von rund 13 auf 5 Gigawatt zurück und stieg im gleichen Zeitraum auf 20 Gigawatt an – das entspricht der Leistung von rund acht Kernkraftwerken, die in kürzester Zeit an das Netz gehen. Die extreme Geschwindigkeit, mit der sich die Solarstromeinspeisung in das Stromnetz änderte, stellte die größte Herausforderung dar. Durch die exakte Vorhersage der meteocontrol konnten Netzbetreiber und Stromhändler rechtzeitig auf die schnellen Flanken, mit der die Solarstromproduktion während der Sonnenfinsternis gesunken und gestiegen war, reagieren und das Netz durch Zukauf von Regelenergie stabil halten. Ohne Sonnenfinsternis sind die Schwankungen der Solar- und Windstromerzeugung wesentlich geringer, eine deutliche Zunahme ist aber bei einem weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien zu erwarten. Verlässliche Prognosen sind daher unverzichtbar.





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