Sonnenenergie und BHKW stehen hoch im Kurs

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Düsseldorf. Die Bereitschaft der nordrhein-westfälischen Energieversorgungs-unternehmen (EVU), mit eigenen Förderprogrammen die Nutzung erneuerbarer Energien und die Energieeffizienz zu steigern, ist weiterhin sehr hoch. An der jährlichen Umfrage der EnergieAgentur.NRW unter mehr als 150 regionalen Energieversorgern in Nordrhein-Westfalen, an der diesmal wieder 83 Unternehmen teilnahmen, ergab: fast 90 Prozent der Energieversorger, die sich an der Umfrage beteiligten, bieten Förderungen für Kunden in ihrem Versorgungsgebiet an. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es noch rund 7 Prozentpunkte weniger (82 Prozent). Vor allem die Umstellung der Energieversorgung auf Erdgas wird von den EVU unterstützt: Rund 61 Prozent der EVU haben dafür Förderprogramme aufgelegt. Ebenfalls 61 Prozent der EVU bieten spezielle Stromtarife für Wärmepumpen.

Aber auch die Regenerativen profitieren von der Förderfreude: 34 Prozent der Energieversorger bezuschussen Solarthermie-Anlagen (Vorjahr: 30 Prozent), noch 16 Prozent eine Photovoltaikanlage (Vorjahr: 12 Prozent). „Die Nutzung der Sonnenenergie ist ein Klassiker. Die Eigennutzung des Stroms aus Photovoltaikanlagen wird dank der Solar-Förderung durch die EVU eine attraktive Alternative“, so Dipl.-Ing. Günter Neunert von der EnergieAgentur.NRW.

Ebenso positiv ist weiterhin die Entwicklung bei den Blockheizkraftwerken (BHKW). Mehr als 30 Prozent der Versorger fördern den Einsatz der BHKW-Technologie, rund vier Prozent mehr als noch 2015. „Hier wirkt sich weiterhin aus, dass der Markt die politischen Impulse zur Stärkung der Kraft-Wärme-Kopplung aufgegriffen hat. Die Förderung durch die Energieversorger zusätzlich zur Landesförderung steigert die Attraktivität der KWK für den heimischen Heizungskeller“, analysiert Neunert. Die Landesregierung fördert die Verbreitung der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) seit 2014 mit rund 250 Millionen Euro im Rahmen des KWK-Impulsprogramms. Ziel ist es, den Anteil des Stroms, der mit KWK-Anlagen erzeugt wird, bis 2020 landesweit auf 25 Prozent zu erhöhen.

Eine Übersicht über die Stadtwerke mit ihren lokalen Förderprogrammen:http://www.energieagentur.nrw/foerderung/evu