Sonne weg = Licht aus?

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Berlin, 17. März 2015 – Die für Freitag, (20.03./9:38h MEZ) erwartete Sonnenfinsternis stellt Deutschlands Stromnetzbetreiber vor immense Herausforderungen. Mit Spannung und auch mit Sorgen erwarten sie das Naturphänomen. Doch eine der drängendsten Herausforderungen der Energiewende ist nicht die Frage kontinuierlichen Winds oder ununterbrochener Sonneneinstrahlung. Wichtig ist der parallele Ausbau der Netze und flexibler Energiespeicher. Nur so sind die Möglichkeiten der Erneuerbaren Energien in immer größerem Umfang optimal zu nutzen. Auch wenn es draußen mal dunkel wird.

„Speicher unterstützen das Netz in beide Richtungen – durch die Aufnahme von Stromüberschüssen einerseits sowie der punktgenauen Wiedereinspeisung andererseits. Stünden alle in Deutschland installierten Pumpspeicherkraftwerke für diese eine Aufgabe zur Verfügung, würden sie am Freitag als benötigte Reserve für das deutsche Stromnetz ausreichen. Für kurzfristige Lastschwankungen könnten bereits heute zur Verfügung stehende Batteriespeicher mit extrem kurzen Reaktionszeiten eine Überlastung der Netze verhindern.“, so Urban Windelen, Bundesgeschäftsführer des BVES. Entsprechende Schwankungen seien zu erwarten, wenn am Freitag ein Großteil der in Deutschland installierten Photovoltaikanlagen gleichzeitig wieder ihren Betrieb aufnehmen.

Für die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende sind der Einsatz von Energiespeichern als Flexibilitätsoption und die dafür notwendigen Marktbedingungen unverzichtbar, so die Position des Bundesverbandes Energiespeicher (BVES). Bereits im Grünbuch der Bundesregierung zum Strommarktdesign wird Energiespeichern eine grundlegend wichtige Rolle beigemessen. Der BVES begrüßt dies, mahnt jedoch bestehende Marktbarrieren an und unterstreicht, dass der Auf- und Ausbau von Energiespeichern auch stabiler politischer Rahmenbedingungen bedarf. Dies ist aktuell noch nicht Fall, für weitere Investitionen als Sicherheit aber unverzichtbar. „Die wachsende Notwendigkeit von Speichern ist unbestritten. Die Anpassung auch der rechtlichen Grundlage für Speicher ist nun dringend geboten. Speicher müssen einen diskriminierungsfreien Zugang zum Markt und zu den Netzen erhalten.“ so BVES-Geschäftsführer Windelen.

Auf dem Branchentreff „Energy Storage Europe“ in Düsseldorf konnte die Industrie in der vergangenen Woche zeigen, dass die erforderlichen Speichersysteme längst marktreif sind. In vielen Regionen sind unterschiedliche Speicherlösungen bereits heute eine unerlässliche Stütze einer sicheren und sauberen Energieversorgung. Auch deshalb mahnt der BVES politische Unterstützung beim weiteren Ausbau der dringend benötigten Speicherkapazitäten an. Diese müssen mit dem wachsenden Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland Schritt halten, damit die Energiewende als saubere und nachhaltige Erfolgsgeschichte fortgeschrieben werden kann.

Weitere Informationen zur Arbeit des Verbandes sowie der Entwicklung der Speicherbranche finden Sie unter:www.bves.de.

Der Bundesverband Energiespeicher e.V. (BVES) mit Sitz in Berlin vertritt die Interessen der deutschen Speicherwirtschaft. Die Unternehmen aus verschiedensten Branchen eint das gemeinsame Ziel der Entwicklung und Vermarktung von Energiespeichern in den Bereichen Strom, Wärme und Mobilität. Als technologieoffener Industrieverband ist der BVES Dialogpartner für Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Öffentlichkeit. Der Verband engagiert sich für einen stabilen Energiespeichermarkt in Deutschland als Modell für andere Märkte und Länder in Europa und der Welt.

Pressekontakt:
Helena Teschner
Leitung der Geschäftsstelle
Telefon: 030 533 2069 81
Fax: 030 533 2069 82
Mail:h.teschner@bves.deWeb:www.bves.de