Anfang dieses Jahres führte ein ernstes Sicherheitsproblem am Flughafen Amsterdam Schiphol zur vorübergehenden Einstellung von Flügen: Blendungen durch nahegelegene Solarmodule beeinträchtigten die Sicht der Piloten bei morgendlichen Landungen. Bei sonnigem Wetter verwandelte der niedrige Anflugwinkel – etwa 10 Grad – die flachen Module in gefährliche Spiegel. Infolgedessen wurden Landungen auf einer der Start- und Landebahnen ausgesetzt, und die Entfernung von 78.000 der insgesamt 230.000 installierten Module wurde angekündigt.
Dieser Vorfall verdeutlicht eine wachsende Herausforderung: Mit der Ausweitung von Photovoltaikanlagen in der Nähe kritischer Infrastrukturen wie Flughäfen, Autobahnen, Bahntrassen und Wohngebieten wird Blendungsmanagement zunehmend zu einer Sicherheitsfrage. Konventionelle Module, selbst mit Antireflex-Beschichtungen, erfüllen die strengen Anforderungen sensibler Standorte oft nicht.
In Deutschland sind Blendgutachten für PV-Anlagen in der Nähe von Flughäfen, Verkehrswegen und Wohngebieten gesetzlich vorgeschrieben. In Österreich sichern Prüfungen nach ÖNORM- und E-Control-Richtlinien die Sicherheit und Nachbarschaftsverträglichkeit. Beide Länder legen zudem großen Wert auf den Schutz von Landschaft und Architektur, was den Einsatz optisch unauffälliger Technologien notwendig macht.
Die neue SoliTek-Technologie mit satiniertem, strukturiertem Glas erfüllt diese Anforderungen direkt. Die dauerhaft strukturierte Glasoberfläche streut das Sonnenlicht, anstatt es zu spiegeln – im Gegensatz zu Beschichtungen, die im Laufe der Zeit abnutzen können. Die Module bieten langfristige optische Stabilität, Widerstand gegen UV-Strahlung und Feuchtigkeit sowie eine außergewöhnliche Reduzierung von Blendungen. Tests zeigen Leuchtdichten von nur 4.000 cd/m² bei einem Einfallswinkel von 10° – weniger als die Hälfte des allgemein akzeptierten Grenzwertes von 10.000 cd/m² und deutlich unter den Werten herkömmlicher Module.
Die Reduzierung der Blendung geht nur mit einem minimalen Leistungsverlust einher: Die Nennleistung liegt bei 425 Wp statt der üblichen 435 Wp. Für sensible Anwendungen – Flughäfen, Autobahn-Lärmschutzwände, Fassaden, Wohngebäude und Agri-PV-Projekte – überwiegen die Vorteile in Bezug auf Sicherheit, Ästhetik und gesetzliche Konformität deutlich.
Mit ambitionierten Zielen für den Ausbau der Photovoltaik – Deutschland strebt rund 215 GW bis 2030 an, Österreich etwa 21 GW – stehen beide Länder vor der Aufgabe, Wachstum mit Sicherheit, Akzeptanz in der Bevölkerung und landschaftlicher Integration zu verbinden. Die SoliTek-Module mit satiniertem Glas bieten hierfür eine wirksame Lösung – von Solarfeldern an Flughäfen über Infrastruktur entlang von Autobahnen bis hin zu Agri-PV-Anlagen in ländlichen Regionen.





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