Eine kürzlich veröffentlichte Studie der Bundesregierung sieht in Mieterstrommodellen ein großes Potential für die Zukunft. Dadurch könnten laut des Bundeswirtschaftsministeriums knapp vier Millionen Mietwohnungen mit sauberer Sonnenenergie versorgt werden; das entspricht einem Anteil von etwa 20 Prozent aller Wohnungen in Deutschland.
„Für uns ist die Idee, Mietwohnungen mit Solarenergie zu versorgen, grundsätzlich interessant. Es gibt eine Reihe verschiedenster Geschäftsideen, die gerade den Energiemarkt durcheinanderwirbeln. Diese Entwicklungen beobachten wir sehr genau“, sagt Detlef Neuhaus, Geschäftsführer von SOLARWATT, am Rande der Handelsblatt-Tagung Energiewirtschaft in Berlin. „Die Basis für den Erfolg dieser Konzepte ist die Digitalisierung. Die Geschwindigkeit, in der die Prozesse vonstattengehen, wird sich exponentiell entwickeln und ist nicht aufzuhalten.“
„Wir sind flexibel und verfügen bereits heute über das technische Know-how und die offenen Schnittstellen, um als Enabler für unterschiedlichste Geschäftsmodelle der Zukunft zu dienen. Wichtig ist jedoch, dass diese Modelle für alle Parteien – Hersteller wie Endkunden – einen konkreten Nutzen haben. Das sehen wir momentan noch nicht“, fasst der Chef des sächsischen Mittelständlers zusammen. „Da heute niemand voraussagen kann, welche Geschäftsmodelle sich in zehn Jahren durchsetzen, haben wir uns mit unserem Systemansatz breit aufgestellt, um für die Zukunft gewappnet zu sein.“
Für Detlef Neuhaus ist die mangelnde Wirtschaftlichkeit häufig der Grund, warum sich innovative Ideen in der Realität letztlich nicht durchsetzen. Dies liege aber nicht zuletzt auch an den heute existierenden Hürden, damit sich diese Modelle tatsächlich lohnen. „Hier besteht Handlungsbedarf, um geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen und Hemmschwellen abzubauen“, so Neuhaus.





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