Solarstrom: Energiegenossenschaft setzt auf Qualität aus der Heimat, statt auf Billigware

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Die 1,4 MW PV-Freiflächenanlage wurde im Programm „Alte Lasten – Neue Energien“ gefördert und Ende Dezember 2015 fertiggestellt. „Besonders anerkennend äußerte sich die zuständige Sachbearbeiterin und Inspektorin von der Gesellschaft zur Altlastensanierung in Bayern mbH (GAB) darüber, dass ausschließlich bayrische Firmen am Aufbau und deutsche Hersteller bei den Modulen berücksichtigt wurden. Da sie durch ihre Inspektionen im Auftrag des Bayrischen Umweltministeriums alle geförderten Anlagen in Bayern besucht, hob sie die sehr stabile und standsichere Aufständerung der Firma Schletter aus Kirchdorf/Haag i. OB und den mustergültigen Aufbau, insbesondere der elektrischen Leitungen und Verkabelungen, durch die Firma S-Tech Energie aus dem oberbayerischen Winhöring hervor“, erklärt Günter Köth, Vorstand der Münnerstädter Energiegenossenschaft.

Vorzeigeprojekt „Made in Germany“

„Die Sachbearbeiterin der GAB wird bei weiteren Förderbewilligungen aus diesem Programm stets unsere Anlage als Vorzeigeprojekt vorstellen. Mit meiner Erlaubnis hat sie viele Fotos gemacht, für Publikationen im Ministerium“, erläutert Günter Köth nicht ohne Stolz. Mit der PV-Freiflächenanlage hat die Münnerstädter Energiegenossenschaft Ende Dezember 2015 ihr bislang größtes Projekt erfolgreich abgeschlossen. Der Solarstrom wird direkt über die Naturstrom AG vermarktet. Günther Köth geht davon aus, dass die Anlage jährlich um die 1,3 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen wird.

Fördergelder vom Freistaat Bayern

Das Programm „Alte Lasten – Neue Energien“ wird vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) und von der GAB als beliehenem Unternehmen abgewickelt. Die erforderlichen 1,6 Millionen Euro wurden durch einen Eigenanteil in Höhe von 350.000 Euro über Nachrangdarlehen der Genossenschaftsmitglieder und die 200.000 Euro Fördergelder des Freistaates sowie Bankdarlehen aufgebracht.

Ausschreibungen bremsen zukünftige Projekte aus

Weil seit dem 1. September 2015 eine finanzielle Förderung von Strom aus neu in Betrieb genommenen Freiflächenanlagen nur noch über eine erfolgreiche Teilnahme an den Ausschreibungen möglich ist, werden die unterfränkischen Energiegenossenschaftler in Zukunft wahrscheinlich keine Freiflächenanlagen mehr bauen. Die Planungsphase sei zu aufwändig und zu teuer, um zu riskieren, für das geplante Projekt dann doch keinen Zuschlag zu erhalten. Das könnten kleine Energiegenossenschaften finanziell nicht stemmen. Damit wird nun leider das Realität, was die Gegner des Ausschreibungsverfahrens der Politik gegenüber von Anfang an kritisiert hatten. Die Bürger und Kleinanleger als bisherige fast alleinige Treiber der Energiewende in zahllosen kleinen und großen Projekten werden durch diese Verfahren in Zukunft leider komplett ausgebremst. Und das ist schade.

Schletter GmbH, Kirchdorf/Haag i. OB, 28. Januar 2016
Joachim Ogorek M. A.
Text & Pressearbeit
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