München / Belmont (CA), 12. August 2025
- Neues Vehicle-to-Grid-(V2G)-System ermöglicht Rückspeisung von Energie aus Elektro-Schulbussen ins Netz
- Kooperation von Fremont Unified School District, The Mobility House und weiteren Partnern
Senkung der Betriebskosten durch intelligente Netzintegration der Busbatterien
Am 7. August 2025 feierten Vertreter des Fremont Unified School District (FUSD) gemeinsam mit Schulleitung und Projektpartnern die erfolgreiche Inbetriebnahme eines neuen Vehicle-to-Grid-(V2G)-Ladesystems am Betriebshof des Schulbezirks. Das System ermöglicht es, Energie aus den Batterien der Elektrobusse ins Stromnetz zurückzuspeisen und so zur Netzstabilität beizutragen.
Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit The Mobility House, dem World Resources Institute, dem Center for Transportation and the Environment sowie Polara umgesetzt.
„Elektro-Schulbusse verfügen über große Batterien und planbare Einsatzzeiten – ideale Voraussetzungen, um mit V2G-Technologie das Stromnetz zu unterstützen“, sagt Gregor Hintler, CEO North America von The Mobility House. „Wir sind stolz, die Technologie bereitzustellen, mit der der Schulbezirk saubere Mobilität fördern und gleichzeitig die Energie-Resilienz der Gemeinde stärken kann.“
Die Inbetriebnahme ist der erste Schritt eines zweiteiligen Projekts. Am Ende sollen sechs bidirektionale Ladegeräte installiert sein. Diese werden über das Lademanagementsystem ChargePilot® von The Mobility House verwaltet. Eine Aggregations-Plattform bündelt die Batteriespeicher und macht sie für den Energiemarkt verfügbar. So nehmen sie am Emergency Load Reduction Program (ELRP) des Energieversorgers Pacific Gas & Electric (PG&E) teil – ein Demand-Response-Programm, das Stromverbraucher dafür entlohnt, in Zeiten von Netzengpässen entweder den Energieverbrauch zu senken oder zusätzliche Strommengen ins Netz einzuspeisen.
„Dieses Projekt zeigt beispielhaft, wie Innovation den Weg in eine saubere und intelligente Energiezukunft ebnet“, betont Mike Delaney, Vice President Utility Partnership and Innovation bei PG&E. „Wir sind stolz, Fremont und weitere Schulbezirke in ganz Kalifornien bei der Umstellung auf eine bessere, elektrifizierte Schülerbeförderung zu unterstützen.“
So funktioniert das System:
• ChargePilot steuert und überwacht das tägliche Laden der Busse, das der Flottenbetreiber bequem über ein Online-Dashboard bedienen kann.
• Die Aggregations-Plattform erhält von PG&E per OpenADR Hinweise auf bevorstehende Lastreduzierungsereignisse und erstellt daraufhin optimale Ladepläne unter Berücksichtigung von Ereigniszeitpunkten und zeitabhängigen Strompreisen.
• Bei einem Ereignis optimiert ChargePilot die Ladezeiten so, dass Energie aus den Busbatterien ins Netz eingespeist und die Standortlast reduziert wird – ohne die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge für ihre nächste Route zu gefährden.
Durch die Teilnahme am ELRP kann der Schulbezirk seine Ladekosten deutlich senken und den Betrieb wirtschaftlicher gestalten.
The Mobility House entwickelt seine Technologien und Programme kontinuierlich weiter, um mit Energieversorgern in Kalifornien und anderen Bundesstaaten – darunter Massachusetts und New York – an Projekten zur Netzintegration von Flottenfahrzeugen und V2G-Lösungen zu arbeiten, etwa im Rahmen von Demand-Response-Programmen und dynamischen Tarifen.
„Unsere Elektrobusse tragen bereits zu sauberer Luft in unserer Gemeinde bei“, sagt Ernest Epley, Director of Transportation beim FUSD. „Jetzt können wir mit diesen Fahrzeugen auch saubere und zuverlässige Energie bereitstellen.“
Das V2G-Infrastrukturprojekt wurde durch einen Zuschuss des Clean Transportation Program der California Energy Commission gefördert.





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