Am Mittwoch berät der Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur das Schnelllade-Gesetz. Es könnte die Energiewende im Verkehrssektor beflügeln. Dafür sind allerdings Nachbesserungen erforderlich. LichtBlick fordert den Bundestag in einem offenen Brief auf, für einen fairen und verbraucherfreundlichen Wettbewerb an der Ladesäule zu sorgen. “Der Bundestag darf die strukturellen Fehler des Ladesäulenmarktes nicht auch noch auf die Schnelllade-Infrastruktur übertragen”, fordert Ralf Schmidt-Pleschka, Koordinator für Energie- und Klimapolitik.
Strom zu tanken ist in Deutschland immer noch ein Abenteuer. Intransparente und überhöhte Preise sowie Probleme bei der Nutzung und dem Bezahlvorgang erweisen sich als ernstes Hindernis für den Hochlauf der Elektromobilität. „Stromkunden sollten so bald wie möglich an jeder Ladesäule zum Stromtarif ihrer Wahl tanken können,“ so Ralf Schmidt-Pleschka.
Konkret schlägt LichtBlick die Einführung eines Durchleitungsmodells vor. Damit könnten Kunden überall den Stromtarif ihres frei gewählten Anbieters laden – zum transparenten und festen Preis. Ein solches Modell wird ab dem 1. Juni 2021 ermöglicht – allerdings nur auf freiwilliger Basis. „Wir fordern, dass die Politik die Durchleitung zum verpflichtenden Standardmodell an allen öffentlichen Ladesäulen macht.“
LichtBlick fordert zudem, alle 200 Kilometer eine Schnelllade-Tankstelle einzurichten. Die Standorte müssen zudem genug Platz bieten, um künftig mehr Ladesäulen zu erreichten. Und nicht zuletzt müssen die Zugangs- und Bezahlvorgänge kundenfreundlich und kontaktlos per Karte möglich sein.





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