RWE bestätigt Prognose und treibt Transformation mit hohen Investitionen weiter voran

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RWE treibt ihre Transformation weiter voran und investiert Milliardenbeträge in die Erweiterung ihres Erneuerbare-Energien-Portfolios. Aktuell errichtet das Unternehmen Windkraft- und Solaranlagen sowie Batteriespeicher mit einer installierten Kapazität von 3,7 Gigawatt (GW). Im Jahresverlauf nehmen davon mehr als 20 Anlagen mit einer installierten Gesamtkapazität von rund 2 GW den kommerziellen Betrieb auf.

RWE hat im ersten Quartal ein bereinigtes EBITDA (bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) von 883 Mio. € erreicht. Im Vergleichszeitraum 2020 waren es 1.324 Mio. €. Der Ergebnisrückgang ist auf die außerordentlichen Belastungen infolge der Jahrhundertkälte in Texas zurückzuführen und dass das Windaufkommen in Nord- und Mitteleuropa weit unter dem überdurchschnittlich hohen Vorjahresniveau lag. Dem stand eine erneut sehr gute Performance im Energiehandel gegenüber. Das bereinigte EBIT erreichte 548 Mio. € nach 967 Mio. € im Vorjahresquartal; das bereinigte Nettoergebnis lag bei 340 Mio. €, in den ersten drei Monaten 2020 waren es 614 Mio. €.

Ergebnisprognose und Dividendenaussage bestätigt

Die Prognose für das laufende Geschäftsjahr gilt unverändert fort. Für das Geschäftsjahr 2021 erwartet RWE auf Konzernebene ein bereinigtes EBITDA zwischen 2,65 und 3,05 Mrd. €; im Kerngeschäft soll es zwischen 1,8 und 2,2 Mrd. € betragen. Die Prognose für das bereinigte EBIT liegt zwischen 1,15 und 1,55 Mrd. € und für das bereinigte Nettoergebnis lautet das Ziel 0,75 bis 1,1 Mrd. €. Die Dividendenaussage wird bestätigt: Für das laufende Geschäftsjahr strebt der Vorstand der RWE AG eine Steigerung auf 0,90 € je Aktie an.

Wettereffekte belasten Ergebnisse von Offshore und Onshore Wind/Solar

Im Kerngeschäft mit den Segmenten Offshore Wind, Onshore Wind/Solar, Wasser/Biomasse/Gas sowie Energiehandel hat RWE in den ersten 3 Monaten des Jahres 2021 ein bereinigtes EBITDA von 555 Mio. € erwirtschaftet. Im Vorjahresquartal waren es 1.042 Mio. €.

Offshore Wind: Das bereinigte EBITDA im Segment Offshore Wind erreichte im ersten Quartal 297 Mio. € nach 431 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Ausschlaggebend war das weit unter dem überdurchschnittlich hohen Vorjahresniveau liegende Windaufkommen in Nord- und Mitteleuropa. Für das laufende Jahr erwartet RWE für das Segment ein bereinigtes EBITDA zwischen 1.050 und 1.250 Mio. €.

Onshore Wind/Solar: Das Segment Onshore Wind/Solar verzeichnete in den ersten 3 Monaten 2021 ein bereinigtes EBITDA von -119 Mio. €. Im Vorjahresquartal erreichte das bereinigte EBITDA 221 Mio. €. Haupttreiber waren die Verluste aus den extremen Wetterereignissen in Texas, die sich auf rund 400 Mio. € summieren. Weitere Belastungen ergaben sich durch unterdurchschnittliche Windverhältnisse an den nord- und mitteleuropäischen Onshore-Windkraftstandorten. Gegenläufig wirkte der Buchgewinn aus dem Verkauf von Anteilen an 3 US-Onshore-Windparks. Für das laufende Jahr geht RWE für dieses Segment von einem bereinigten EBITDA zwischen 50 und 250 Mio. € aus.

Wasser/Biomasse/Gas: Das Geschäft im Segment Wasser/Biomasse/Gas erreichte mit einem bereinigten EBITDA von 213 Mio. € das Vorjahresniveau in Höhe von 217 Mio. €. Die Mitte 2020 veräußerte Holzpellet-Produktion in den USA trug nicht mehr zum Ergebnis bei; im Gegenzug positiv wirkten etwas höhere Prämien im Rahmen des britischen Kapazitätsmarkts. Für das laufende Jahr erwartet RWE ein bereinigtes EBITDA zwischen 500 und 600 Mio. € für das Segment.

Energiehandel: Das Handelsgeschäft verzeichnete erneut ein sehr starkes Ergebnis. Das bereinigte EBITDA erreichte 189 Mio. € und übertraf das bereits sehr hohe Vorjahresergebnis von 170 Mio. €. Für das Geschäftsjahr 2021 erwartet RWE in diesem Segment ein bereinigtes EBITDA von 150 bis 350 Mio. €.

Solides Ergebnis außerhalb des Kerngeschäfts

Das bereinigte EBITDA im Segment Kohle/Kernenergie erreichte 328 Mio. € nach 282 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Für den Strom der Braunkohle- und Kernkraftwerke wurden höhere Großhandelspreise erzielt als 2020. RWE geht für das Gesamtjahr weiter von einem bereinigten EBITDA für das Segment zwischen 800 und 900 Mio. € aus.

Investitionen nahezu doppelt so hoch wie im ersten Quartal 2020

In den ersten drei Monaten 2021 hat RWE 1.037 Mio. € investiert, nahezu doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum. 963 Mio. € und damit der weitaus größte Teil flossen in neue Windkraft- und Solaranlagen sowie Batterien. Dieses Tempo wird RWE beibehalten und im laufenden Geschäftsjahr deutlich mehr investieren als 2020. Dabei erfüllen mehr als 90 % der eingesetzten Mittel die von der EU-Kommission aufgestellten Taxonomie-Kriterien für ökologisch nachhaltige Investitionen.

Nochmals verbesserte Finanzlage

Die Finanzlage von RWE hat sich nochmals verbessert. Die Nettoschulden gingen auf 2,8 Mrd. € zurück. Das lag vor allem an temporären Effekten aus Sicherungsgeschäften und einem Rückgang der Pensionsrückstellungen infolge gestiegener Diskontierungszinsen. Erneut gestiegen ist die Eigenkapitalquote: Sie beträgt 31,1 % (Stand 31. März 2021); zum Jahresende 2020 waren es 28,7.