ROBIN WOOD-AktivistInnen steigen Atom-Lobby aufs Dach

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ROBIN WOOD-AktivistInnen demonstrieren heute gegen die Jahrestagung
Kerntechnik des Deutschen Atomforums, die am Morgen im Hamburger
Congress Center (CCH) beginnt. Zwei KletterInnen seilten sich vom Dach
ab, entrollten an der Fassade Banner mit einem Atom-Totenkopf und dem
Slogan "Urantransporte stoppen! Sofort!" und protestieren so gegen das
Treiben der Atomlobby. Sie fordern die sofortige Stilllegung aller
Atomanlagen, den Stopp sämtlicher Atomtransporte, die vollständige
Kostenübernahme der Energiekonzerne für die Abwicklung der Atomindustrie
und die Aufklärung von Verstrickungen zwischen Politik und Atom-Lobby.

„Der Atomausstieg ist noch lange nicht geschafft. Die Atommüllberge
wachsen. Keiner weiß, wohin mit dem ewig strahlenden Müll. Trotzdem wird
noch immer Uran abgebaut, um neuen Brennstoff für Atomkraftwerke
herzustellen. Von Deutschland aus wird der Atomtod weiterhin exportiert.
Die Lobby legt sich ordentlich ins Zeug, um eine breite Energiewende zu
verhindern. Auch Hamburg hilft dabei. Das ist unverantwortlich und muss
gestoppt werden“, fordert Cécile Lecomte von ROBIN WOOD.

Allein über den Hamburger Hafen fuhren 2015 mindestens 160 Transporte
mit radioaktiven Uranverbindungen. Das Uran wird in den Atomfabriken in
Gronau (NRW) und in Lingen (Niedersachsen) angereichert und zu
Brennelementen verarbeitet. Beide Anlagen haben eine unbefristete
Betriebserlaubnis und versorgen marode Atommeiler in aller Welt – auch
die Risse-Reaktoren in Belgien – mit Brennstoff.

Uranabbau führt zu irreparabler Umweltzerstörung und schweren
Menschenrechtsverletzungen. Ein wichtiger Player in diesem schmutzigen
Geschäft ist der französische Staatskonzern AREVA – der „Goldsponsor“
der diesjährigen Atomlobby-Tagung. Die bittere Ironie dabei:
„Goldsponsor“ AREVA ist pleite. Im Endeffekt wird die Gesellschaft für
diese Veranstaltung aufkommen müssen, obwohl die Mehrheit sowohl die
überzogenen Gehälter einer inkompetenten Managementriege als auch die
Kostenübernahme für die Atomindustrie ablehnt.

Jahrzehntelang haben die Atomkonzerne gut am Atomgeschäft verdient und
sich der Energiewende verweigert. Jetzt wollen sie einen Großteil der
Kosten für den Rückbau der Atommeiler und die Lagerung des Mülls der
Allgemeinheit aufbürden. Die sogenannte Atomkommission empfiehlt, es den
Energiekonzernen hierzulande zu erlauben, sich für rund 23 Milliarden
Euro aus der Verantwortung zu kaufen. Diesen Deal hat der frühere
Hamburger Bürgermeister Ole von Beust mit ausgehandelt.

„Die Allgemeinheit soll die Atomindustrie retten und für deren Müll und
das tägliche Restrisiko zahlen, während die Manager jahrzehntelang
Gewinne für sich privatisiert haben. Wir werden ihnen einen dicken
Strich durch die Rechnung machen!“, verspricht ROBIN WOOD-Aktivist
Christoph Podstawa.

Kontakt für Rückfragen:
Aktions-Handy: 0160 / 17 96 531
Ute Bertrand, Pressesprecherin, Tel. 0171 / 835 95 15, presse@robinwood.de

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Hintergrund-Infos:
http://www.robinwood.de/Atomenergie
ROBIN WOOD-Video zu Atomtransporten: https://youtu.be/45R0N_f4FS8
Kampagne gegen Atomtransporte durch Hamburg:
www.atomtransporte-hamburg-stoppen.de