MÜNCHEN/BAMBERG Das erste deutsche Wasserstoff-IPCEI ist gestartet: Gemeinsam mit Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck besuchte Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger heute das Bamberger Werk der Robert Bosch GmbH, wo Zellen und Stacks (in Reihe geschaltete Zellen) der Festoxid-Brennstoffzelle produziert werden. Staatsminister Aiwanger hatte sich mit Erfolg bei Bundesminister Habeck für einen vorzeitigen Maßnahmenbeginn eingesetzt. „Ich stimme Ihnen zu, dass dem oben genannten Projekt ein schneller Start ermöglicht werden sollte“, hatte Habeck vor einer Woche geantwortet. Man habe daher einen Bescheid für den vorzeitigen Maßnahmenbeginn erteilt.
Staatsminister Aiwanger: „Ich freue mich sehr, dass wir für dieses wichtige Wasserstoff-IPCEI an einem Strang gezogen und dem Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft einen weiteren wichtigen Impuls gegeben haben. Wir müssen unsere Wasserstofftechnologien jetzt sehr rasch in die Anwendung bringen und skalieren, um Bayern, Deutschland und Europa im internationalen Wettbewerb gut zu positionieren. Innovation ist dabei das Schlüsselwort: Wenn wir die Standards setzen, werden Produkte und Technologie made in Germany in der ganzen Welt gebraucht.“
Laut Bosch stellt das Projekt „Bosch Power Units – Erstindustrialisierung von stationären Brennstoffzellensystemen auf Basis SOFC“ (Solid Oxide Fuel Cell, deutsch Festoxid-Brennstoffzelle) einen wichtigen Beitrag zur Energiewende dar. Diese Power Units können mit Wasserstoff Strom in dezentralen Kraftwerken in Städten, Fabriken, in Gewerbe- und Handelsbetrieben, Rechenzentren oder auch im Schiffsbereich erzeugen. Dabei ist ihr Wirkungsgrad von mehr als 85 Prozent sehr hoch. Mit dem Projekt ist der Aufbau von Entwicklungs- und Fertigungskapazitäten in Bayern, Baden-Württemberg sowie im Saarland verbunden.
Mit den „Important Projects of Common European Interest – IPCEI“ fördern Bund und Länder industrielle Großprojekte, die den Aufbau der Wasserstoffwirtschaft in Deutschland und Europa entscheidend voranbringen und damit einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten. Insgesamt wurden in Deutschland 62 Projekte ausgewählt, welche nun durch die EU bestätigt werden.
Wirtschaftsminister Aiwanger hatte sich in Bayern bereits frühzeitig stark für die Wasserstoffwirtschaft eingesetzt und ein Wasserstoffbündnis zur Vernetzung der Akteure ins Leben gerufen, an dem mittlerweile über 200 große Firmen und Institutionen mitwirken. Vor kurzem konnte er auch Förderbescheide aus dem bayerischen Förderprogramm für vier Wasserstoff-LKW-Tankstellen aushändigen, die noch in diesem Jahr in Betrieb gehen sollen. Damit ist der Freistaat an der Spitze der Förderung von Wasserstoff auch in der Mobilität.





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