Die Notenbanken haben die Zinswende eingeläutet, um die Inflation zu begrenzen und die Nachfrage nach Gütern zu reduzieren. Das betrifft auch die Investitionen in die Energiewende. Insbesondere Private und kleine Unternehmen, die ihre Photovoltaikanlage mit einem Kredit finanzieren wollen, werden von dem Zinsanstieg betroffen.
Der Landesverband Solarenergie fordert daher ein aktives Eingreifen der rheinland-pfälzischen Wirtschaftspolitik. Denn die Reduzierung der hohen Energiepreise gelingt nur, wenn die Abhängigkeiten von den fossilen Energien reduziert wird. Erneuerbare Energien aus Sonne und Wind senken die Energiepreise. „Der Bau neuer Photovoltaikanlagen darf nicht verteuert werden“, so der Vorsitzende des Solarverbandes, Wolfgang Müller. „Derzeit stellen wir aber fest, dass Zinserhöhungen bei den KfW Förderprogrammen für erneuerbare Energieprojekte erfolgen“.
Deshalb setzt sich der Solarverband dafür ein, dass das Land seine Wirtschaftspolitik stärker auf die Erreichung der Energiewende und die dringend notwendige Substitution fossiler Energie einsetzt. Das Land solle sich beispielsweise für zinslose Darlehen bei Investitionen in Photovoltaikanlagen bei Privaten und Kleinunternehmen in KfW Programmen oder für Förderungen bei der rheinland-pfälzischen ISB stark machen. Zudem könne das Land darauf einwirken, dass der Bund die von der EU ermöglichten niedrigeren Mehrwertsteuersätze auf Lieferung und Installation von Solarmodulen erlässt. Nach den neuen EU Bestimmungen vom 5. April steht es den Mitgliedstaaten frei, für bestimmte Produkte und Dienstleistungen einen Mehrwertsteuersatz von null bis fünf Prozent anzuwenden.
Die öffentliche Diskussion sei derzeit stark geprägt von neuen Investitionen in die Gasinfrastruktur, in die Reaktivierung von Kohlekraftwerken und Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke. Alles Maßnahmen zur Verteuerung der Energiepreise. Investitionen in die schnellere Umsetzung der Solarenergie dagegen führten zu niedrigeren Energiepreisen und sollten deshalb im Mittelpunkt der Überlegungen stehen, so der Solarverband abschließend.





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