PV plus Speicher – die nächste Stufe von Direktinvestments?

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Die Photovoltaik boomt in Deutschland wie nie zuvor. Bis Juli 2025 wurden bereits 58,3 Milliarden Kilowattstunden Solarstrom erzeugt – ein Plus von 17,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (BDEW). Die Bruttoerzeugung lag 2024 bei rund 75 Milliarden Kilowattstunden, und auch 2025 setzt sich das Wachstum fort. Besonders stark waren die Monate April bis Juni mit Zuwächsen zwischen 14 und 15 Prozent gegenüber 2024.

Doch mit dem rasanten Ausbau wachsen auch die Herausforderungen: Negative Strompreise und Abregelungen werden zum systematischen Risiko für Anlagenbetreiber. Für Investoren in PV-Direktprojekte stellt sich zunehmend die Frage: Ist Photovoltaik ohne Batteriespeicher überhaupt noch wirtschaftlich sinnvoll?

790 Stunden ohne Vergütung – das neue Risiko

Die Photovoltaik-Erzeugung folgt einem klaren Muster: Die höchste Produktion findet in den Mittagsstunden statt – genau dann, wenn auch die meisten anderen Solaranlagen einspeisen. Die Folge: Strompreise fallen oder werden sogar negativ. Bereits 2024 gab es bundesweit rund 460 Stunden mit negativen Strompreisen (Energie-Experten.org), im ersten Halbjahr 2025 waren es schon etwa 389 Stunden – hochgerechnet fast 790 Stunden im Gesamtjahr.

Das Solarspitzengesetz verschärft die Situation zusätzlich: Für neue PV-Anlagen über 100 kWp entfällt seit Anfang 2025 die EEG-Vergütung ab der ersten negativen Viertelstunde am Spotmarkt. Wo früher noch eine Toleranz von sechs Stunden galt, müssen Betreiber nun sofort reagieren – abschalten oder ohne Vergütung einspeisen.

Laut Berechnungen der Firma sonnen entfallen bei vielen Anlagen etwa 14 Prozent der Jahresproduktion auf Zeiten mit negativen Strompreisen. Bei einer 10 kWp-Anlage bedeutet das rund 120 Euro weniger Vergütung pro Jahr – bei den prognostizierten ~790 Negativstunden für 2025 könnten es über 250 Euro werden. Für größere Direktinvestments im Megawatt-Bereich potenziert sich dieser Effekt entsprechend.

Batterien sichern Cashflow und steigern Rendite

Genau hier setzen Batteriespeicher an. Sie entkoppeln die Erzeugung von der Vermarktung: Solarstrom wird in Niedrigpreis- oder Negativphasen zwischengespeichert und erst bei höheren Marktpreisen – typischerweise morgens und abends – ins Netz eingespeist. Das vermeidet nicht nur Erlösausfälle, sondern schafft zusätzliche Gewinnmöglichkeiten durch gezielte zeitliche Optimierung der Einspeisung.

„Unsere Kunden fragen verstärkt nach Projekten mit Speicherlösungen“, bestätigt Thomas Haberl vom Management Team der Ohana Invest GmbH. „Bei PARQ Energy-Projekten wie dem aktuellen Solarpark im Raum Würzburg ist die Speicherlösung bereits von Anfang an integriert – das gibt unseren Investoren maximale Planungssicherheit.“

Das Würzburger Projekt zeigt exemplarisch, wie moderne PV-Direktinvestments konzipiert werden: Der Solarpark wird mit einer integrierten Batterielösung ausgestattet, die Produktionsspitzen zwischenspeichert und zeitversetzt in ertragreichere Stunden verschiebt. Durch diese Kombination werden Abregelungen vermieden und die Vermarktungschancen des Solarstroms deutlich verbessert – bei gleichzeitiger Entlastung des lokalen Stromnetzes.

Auch große Energiekonzerne folgen diesem Trend: EnBW stattet seit Herbst 2023 alle neuen Solarparks standardmäßig mit Batteriespeichern aus und prüft die Nachrüstung bestehender Anlagen. Die Strategie ist klar: Überschüssige Solarenergie zwischenspeichern und bedarfsgerecht einspeisen – weniger Abschaltungen, stabilere Erträge.

Marktdynamik: PV plus Speicher werden zum Standard

Die Zahlen sprechen für sich: 2024 wurden in Deutschland fast 600.000 neue Batteriespeicher installiert, die installierte Kapazität gewerblicher Speicher wuchs um 26 Prozent (BSW). Besonders dynamisch entwickeln sich Großbatterien: Etwa 100 neue Großspeicher mit zusammen ~0,8 GWh Kapazität gingen 2024 ans Netz – mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr.

Die Projekt-Pipeline ist prall gefüllt: Bundesweit liegen bei Netzbetreibern bereits über 650 Anträge für neue Speicherprojekte vor. Partner in der Projektentwicklung wie PARQ Energy planen neue Solarparks grundsätzlich mit integrierten Speicherlösungen und sind damit Vorreiter in diesem Bereich. Branchenexperten prognostizieren, dass sich die installierte Kapazität großer Batteriespeicher in den nächsten zwei Jahren verfünffachen könnte.

Auch die Rahmenbedingungen stimmen: Batteriekosten sind seit 2010 um mehr als 75 Prozent gesunken. Speicher, die bis Ende 2028 in Betrieb gehen, sind 20 Jahre von Netzentgelten befreit – das verbessert die Rendite erheblich.

Speicher als Basis, smarte Vermarktung als Hebel

Die Frage im Titel lässt sich klar beantworten: Ja, PV plus Speicher ist die nächste Stufe von Direktinvestments – und entwickelt sich zunehmend zum Standard für wirtschaftlich optimierte Anlagen im gewerblichen Maßstab.

Batteriespeicher lösen das Kernproblem negativer Strompreise technisch: Sie speichern Überschüsse und verschieben die Einspeisung in profitable Zeitfenster. Ohne diese Flexibilität drohen substanzielle Erlösausfälle, wie die Zahlen zeigen – bis zu 14 Prozent der Jahresproduktion fallen in Negativpreis-Zeiten.

Die Kombination aus sinkenden Batteriekosten, politischen Anreizen und steigender Strompreis-Volatilität macht Batteriespeicher wirtschaftlich immer attraktiver. Für Investoren bedeutet das: Speicher sind kein Zusatz mehr, sondern zentraler Bestandteil einer zukunftsfähigen Strategie. Sie schützen vor den Risiken negativer Preise und stabilisieren die Finanzierung.

Ohana Invest berät Investoren bei der Auswahl solcher zukunftsfähigen Projekte – wie beispielsweise den PARQ Energy-Solarparks mit integrierter Speicherinfrastruktur, die volatile Marktbedingungen in stabile Renditen verwandeln.