Position als führender Solar-Akteur in Berlin ausgebaut

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Die Berliner Stadtwerke setzen ihren Kurs zur Realisierung der Klimaneutralität Berlins fort. Mit lokaler Wertschöpfung gestalten sie die Energiewende insbesondere für die öffentliche Hand.

2023 hat das Unternehmen bei einem Umsatz von 420,5 Mio. EUR (2022: 250,1 Mio. EUR) ein Ergebnis von -1,0 Mio. EUR (10,9 Mio. EUR) erzielt sowie 15,8 Mio. EUR (14,4 Mio. EUR) investiert.

Insgesamt haben die Stadtwerke mittlerweile mehr als 410 Solaranlagen mit rund 33 Megawatt (MW)
Solarleistung auf Berliner Dächern installiert und sind damit größter Solar-Akteur in Berlin. Im Auftrag der Messe Berlin wird aktuell die mit 8 MW größte PV-Dachanlage Berlins und drittgrößte Deutschlands errichtet. Mit 16 eigenen Windenergieanlagen in Brandenburg und einer installierten Windleistung von 68,6 MW können etwa 68.000 Haushalte mit Ökostrom versorgt werden. Der Bau weiterer Windenergieanlagen in der Hauptstadtregion ist geplant.

„Berlin wird Schritt für Schritt zur Solarcity. Bis 2035 wollen wir mindestens 25 Prozent der Stromerzeugung aus Solarkraft decken. Die Berliner Stadtwerke sind mit innovativen Lösungen der wesentliche Energiewende-Dienstleister des Landes Berlin“, sagt Franziska Giffey, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe. „33 Megawatt Solarleistung auf Berliner Dächern seit der Gründung und allein 8 Megawatt in 2023 können sich sehen lassen. Mit ihrer Leistung tragen die Stadtwerke dazu bei, dass sich Berlin zur Vorreiterin der urbanen Energiewende entwickeln kann. Sie versorgen unsere Landesunternehmen, die kommunale Wohnungswirtschaft, die Bezirke und die öffentlichen Einrichtungen mit Ökostrom. Dieses Stadtwerke-Tempo brauchen wir berlinweit“, so Franziska Giffey.

„Neben unseren für viele sichtbaren Projekten zur Erzeugung erneuerbarer Energien versorgen wir nicht nur rund 30.000 Haushalte, sondern auch das Land Berlin und zahlreiche Landesunternehmen wie die BSR, Vivantes oder die Messe Berlin mit Ökostrom“, sagt Andreas Schmitz, Geschäftsführer der Berliner Stadtwerke.

2023 wurden rund 750 GWh Ökostrom an rund 10.000 öffentliche Abnahmestellen wie Schulen, Krankenhäuser, Universitäten und Behörden sowie für Ampeln und Straßenlaternen geliefert, was dem Stromverbrauch von ca. 400.000 Haushalten pro Jahr entspricht.

Ladestations-Ausbau und klimafreundliche Wärmelösungen

Die Berliner Stadtwerke betreiben im Auftrag des Landes Berlins rund 620 Ladestationen mit i. d. R. je zwei Ladepunkten im öffentlichen Straßenland. 82 dieser Normalladestationen (AC/DC) hat das Unternehmen 2023 neu errichtet. Mit heute mehr als 1.200 Ladepunkten sind die Stadtwerke nicht nur Berlins größter Betreiber von Ladeinfrastruktur, sondern zählen auch bundesweit zu den drei größten kommunalen Betreibern. Bis 2030 wollen sie diese Zahl mehr als verdoppeln, darunter auch durch zahlreiche Schnellladestationen (HPC).

Im Bereich der klimafreundlichen Wärmelösungen haben die Stadtwerke 2023 eine Wärmepumpen-Offensive für öffentliche Liegenschaften initiiert. Mit bisher sechs Bezirksämtern hat das Unternehmen dazu Absichtserklärungen abgeschlossen, fossile Versorgungsanlagen bis 2030 durch insgesamt 215 Wärmepumpen zu ersetzen. Diese Wärmepumpen sollen in der Regel mit Solaranlagen kombiniert werden. Darüber hinaus gestalten die Stadtwerke die dezentrale Berliner Wärmewende mit großen Quartiersprojekten. So realisieren sie für das Quartier „Haus der Statistik“ am Alexan-derplatz eine nachhaltige Wärme- und Kälteversorgung auf Grundlage von Abwasserwärme.

Die Berliner Stadtwerke sind inzwischen auf deutlich über 100 Mitarbeitende gewachsen. Bis 2029 sieht das Unternehmen weitere Investitionen von mindestens 336 Mio. EUR vor.