Pilot-Projekt von ESB und GreenCom Networks nutzt Wärmepumpen für Demand-Response-Management in Irland

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ESB, führender Energieversorger Irlands, und GreenCom Networks („GreenCom“), führender europäischer Home Energy Management Dienstleister arbeiten zusammen, um die Lastflexibilität von Wärmepumpen zu demonstrieren. Mit ihrem einjährigen Pilot-Projekt haben die Partner gezeigt, dass sich die betriebliche Flexibilität von Wärmepumpen erfolgreich von einer IoT-Plattform genutzt werden kann. So konnten die beim Heizen/Warmwasserverbrauch erzeugten CO2-Emissionen reduziert, dem Netzbetreiber Demand-Response-Kapazitäten angeboten und die Stromkosten für Hausbesitzer – bei gleichbleibendem Komfort – gesenkt werden.

Das im Januar 2020 lancierte Pilot-Projekt hat gezeigt, dass sich der CO2-Fußabdruck der von Wärmepumpen benötigten Energie senken lässt, indem der Betrieb auf Zeiten verschoben wird, in denen besonders viel Grünstrom erzeugt wird. Es ist auch möglich, den Betrieb an Engpass-Situationen im Stromnetz anzupassen und so deren potenzielle Auswirkungen auf das Stromnetz abzumildern. Zudem lassen sich durch die Verlagerung des Verbrauchs auf die Niedrig-Preis-Zeiten eines zeit- und lastvariablen Tarifs die Heizkosten von Kunden um mehr als 15 Prozent senken, ohne dass letztere Kompromisse beim Komfort hinnehmen müssten.

Im Rahmen der Untersuchung wurden Wärmepumpen der Marke Mitsubishi Electric Ecodan von teilnehmenden Hausbesitzern an die Energie-IoT-Plattform von GreenCom angeschlossen. Nach Einrichtung der automatischen Fernsteuerung für alle Geräte wurde jede Wärmepumpe unter Nutzung der Optimierungsalgorithmen von GreenCom so konfiguriert, dass sie entweder CO2-Emissionen verringert, auf Strommarktpreissignale reagiert oder einen zeit- und lastvariablen Tarif nutzt.

So konnte die Optimierung allen Beteiligten zugutekommen: Die Verringerung der CO2-Emissionen erleichtert die Erreichung der ehrgeizigen CO2-Reduktionsziele, die sich Irland gesetzt hat. Die Optimierung über Strommarktsignale ermöglicht verschiedene Anwendungsmöglichkeiten im Demand-Response-Management und die Optimierung über Endabnehmerpreise senkt die Kosten für Hausbesitzer.

Brian Montayne, eHeat-Manager bei ESB, erklärt: „Die Elektrifizierung privater Heizungen ist ein wesentlicher Bestandteil des irischen Klimaaktionsplans. Mit der Nutzung von sauberem, kohlenstoffarmem Strom zum Heizen unserer Häuser können wir die Energiewende, die ESB voll unterstützt, vorantreiben. Wir freuen uns, in GreenCom Networks einen Partner für dieses Projekt gefunden zu haben, mit dem wir die Chancen und Vorteile, die sich aus dem Einsatz von IoT- und Wärmepumpentechnologie für unsere Kunden, die Umwelt und den Stromnetzbetrieb ergeben, ausgelotet haben.“

Im Zuge seines nationalen Klimaaktionsplans will Irland 600.000 Wärmepumpen in Wohnhäusern installieren, 400.000 davon in Bestandsgebäuden. Dies würde dazu führen, dass 2030 nahezu ein Drittel der insgesamt 1,7 Millionen Haushalte der Republik ihre Wärme über Wärmepumpen beziehen. Zudem sieht der Klimaaktionsplan vor, den Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen bis 2030 auf 70 Prozent zu steigern, wofür es jedoch einer Lösung zum Ausgleich des schwankenden Energieangebot von Photovoltaik- und Windenergieanlagen bedarf.

Christian Feißt, CEO von GreenCom, fügt hinzu: „In weniger als zehn Jahren will Irland von heute etwa 50.000 installierten Wärmepumpen auf 600.000 Geräte aufstocken. Damit dieses ehrgeizige Vorhaben gelingen kann, müssen wir das Flexibilitätspotenzial der Wärmepumpen nahtlos einbinden. Mit unserem Pilot-Projekt konnten wir belegen, dass der automatische, algorithmusgesteuerte Betrieb von Wärmepumpen allen beteiligten Stakeholdern zugutekommt: der Regierung, dem Energieversorger und den Endkunden.“

 

ESB ist der führende Energieversorger Irlands, dessen Geschäftsfeld von der Erzeugung über die Übertragung und Verteilung bis zur Bereitstellung von Strom reicht. ESB arbeitet mit seinem Netzwerk, bestehend aus ESB Networks, Electric Ireland, ESB International und NIE Networks, an einer besseren Zukunft für alle Menschen. Gemeinsam werden Maßnahmen und Initiativen ergriffen, um den Umstieg auf eine kohlenstoffarme, elektrifizierte Zukunft zu bewältigen. Dies umfasst den Austausch kohlenstoffintensiver Stromerzeugungsverfahren gegen erneuerbare und kohlenstoffarme Alternativen, den Aufbau smarterer und effizienterer Netzwerke, die Schaffung einer EV-Ladeinfrastruktur und die Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen, über die Kunden ihren Energieverbrauch effizienter verwalten können.
Mehr Informationen unter: www.esb.ie.

GreenCom Networks ist ein führendes Energie-IoT-Unternehmen mit Niederlassungen in München und Sophia-Antipolis, Frankreich. Seit 2011 entwickelt GreenCom das Energiesystem der Zukunft. Mit ihrer Energy Information Brokerage Platform (eibp) integriert GreenCom dezentrale Anlagen wie Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher, Ladegeräte für Elektrofahrzeuge und Wärmepumpen. Basierend auf seiner führenden Plattform ermöglicht GreenCom White-Label-Endkundendienste wie Energiegemeinschaften und Energie-Flatrates. GreenCom bietet auch die Optimierung und Visualisierung von Energieflüssen in Häusern, für Energieversorger und Hersteller von energierelevanten Geräten.
Mehr Informationen unter: www.greencom-networks.com

Mitsubishi Electric stellt die Ecodan Luftwärmepumpen schon seit über über einem Jahrzehnt in Schottland her und führt zudem ein Entwicklungszentrum in Livingston. Das marktführende Produkt Ecodan eignet sich für Nachrüstungen als auch für Neuinstallationen sowohl in Privathäusern als auch im Gewerbebereich.
Mehr Informationen unter: www.ecodan.co.uk.