Berlin, 11. Juni 2015 – Die Photovoltaik-Branche in Deutschland hat weiterhin viele Chancen, sich mit Spitzenforschung im weltweiten Wettbewerb zu behaupten. Dieses Fazit zog Prof. Dr. Eicke Weber, Leiter des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme, am heutigen Donnerstag auf der Intersolar Europe in München. „Die Photovoltaik-Technologie ist schon heute in vielen Einsatzfällen und Regionen wettbewerbsfähig, und sie wird in Zukunft zu den preisgünstigsten Stromquellen überhaupt zählen. Wir werden Photovoltaik mittelfristig nicht mehr in Gigawatt, sondern in Terawatt messen“, so die Einschätzung des Solarexperten. Weber: „Die Solarbranche in Deutschland wird weiterhin chancenreich auf den wachsenden Märkten agieren können, wenn sie die Ergebnisse der Spitzenforschung im industriellen Maßstab auf den Markt bringt und sich damit Vorteile im Qualitäts- und Kostenwettbewerb erarbeitet.“
Die Bundesregierung unterstützt die Forschungsanstrengungen der Solarbranche mit der Initiative „F&E für Photovoltaik“ – oder kurz: Solarstromforschung –, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Photovoltaik-Branche und hochwertige Arbeitsplätze in Deutschland mittel- und langfristig zu sichern und auszubauen. Mehr als zehn Forschungsvorhaben erhalten dabei eine finanzielle Unterstützung für ihre bis 2017/18 laufenden Projekte. Zwei der Forschungsvorhaben stellten sich im Rahmen der Messe vor: „Zukunftskraftwerk PV“ und „HighPERC“.
Das Forschungsprojekt „Zukunftskraftwerk PV“ soll PV-Kraftwerke dazu befähigen, all jene Netzdienstleistungen zu erbringen, die derzeit von konventionellen Kraftwerken erbracht werden, damit künftig die Netzstabilität ausschließlich durch Erneuerbare Energien garantiert werden kann. In dem von der BELECTRIC GmbH koordinierten Verbund arbeiten zwei Forschungsinstitute und sechs Unternehmen der Solarindustrie zusammen. „Wir tragen mit unserer Forschung zum Gelingen der Energiewende in Deutschland aber auch weltweit bei, weil Photovoltaik-Anlagen im Kraftwerksmaßstab wirtschaftlich sauberen Strom erzeugen und zugleich Netzdienstleistungen wie Frequenz- und Spannungsregelung oder Schwarzstartfähigkeit erbringen können. Diese komplexen Systemlösungen sind eine Stärke der deutschen Solarbranche“, so Wolfgang Conrad, Vice President Hybrid & Storage, Belectric GmbH.
Der Maschinenbauer Singulus Technologies leitet das Konsortium des Forschungsprojekts HighPERC. Der Verbund aus vier Partnern hat sich das Ziel gesteckt, neue, stabile und kostengünstige Prozesse für die Massenproduktion von hocheffizienten kristallinen Silizium-Solarzellen zu entwickeln. „Wir leisten den Transfer der PERC-Zelltechnologie vom Labor zur Industrie. Mithilfe eines industrietauglichen Fertigungsverfahrens werden hocheffiziente Solarzellen in die kostengünstige Massenproduktion überführt und damit die Photovoltaik-Stromgestehungskosten weiter gesenkt“, erläutert Stephan Hotz, Director Marketing & Sales Asia, Singulus Technologies AG.
Über Solarstromforschung
F&E für Photovoltaik – oder kurz: Solarstromforschung – ist eine Maßnahme im Rahmen des 6. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung und des Förderprogramms Photonik Forschung Deutschland. Über die Förderinitiative „F&E für Photovoltaik“ unterstützen das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) und das Bundesforschungsministerium (BMBF) und die Forschungsanstrengungen der Photovoltaik-Industrie in Deutschland über einen Zeitraum von drei Jahren mit insgesamt rund 50 Mio. Euro. Dabei erhalten mehr als zehn Forschungsvorhaben eine finanzielle Unterstützung für ihre bis 2017/2018 laufenden Projekte. Das Ziel der Solarstromforschung ist, Geschäftsmodelle mit Wertschöpfungsketten am Standort Deutschland im Verbund von Industrie und industrienahen Dienstleistungen voranzutreiben. Die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Photovoltaik-Branche soll mittel- und langfristig gesichert und ausgebaut werden.
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MEDIENKONTAKT
Christian Hallerberg
Pressesprecher Solarstromforschung
c/o Bundesverband Solarwirtschaft e.V.
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030 29 777 88-52presse@solarstromforschung.dewww.solarstromforschung.de





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