Neues Solarbündnis des Golf-Kooperationsrats (GCC)

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Riyadh, 17. Januar 2014 – In der Golf-Region liegen einige der Länder der Welt, die Energie im Übermaß haben. Diese Nationen haben ein enormes Potenzial an Sonnenenergie. Jedes Land hat jedoch ein eigenes Geschäftsmodell für Solar und eine eigene kulturelle Identität.

So hat Oman eine solargestützte Öl-Rückgewinnungs-Technologie (EOR) entwickelt, um die Erdgasmenge zu reduzieren, die bei EOR-Arbeiten verbraucht wird. Katar zielt darauf ab, Polysilizium für Solarkollektoren zu verwenden, um die Klimaanlagen für die Stadien der Fußball-Weltmeisterschaft im Jahr 2022 mit ausreichend Strom versorgen zu können. Währenddessen bereitet Saudi-Arabien ein groß angelegtes Energieprogramm vor, das auf solarthermische Kraftwerke (CSP) und PV abzielt. In Kuwait arbeitet man momentan an einen Multitechnologie-Park für Erneuerbare Energien. Die Vereinigten Arabischen Emirate, Abu Dhabi und Dubai finalisieren derzeit ihre Pläne zweier neuer Photovoltaik-Anlagen und Ras Al Khaimanh will die größte solarbetriebene Meerwasser-Entsalzungsanlage der Welt bauen.
 
GCC-Mitgliedstaaten experimentieren mit verschiedenen Technologien, unterscheiden sich aber an Intensität der Sonneneinstrahlung sowie hinsichtlich verfügbarer Fläche und Bevölkerungszahl. So ist Saudi-Arabien viermal so groß wie Oman, Kuwait, Bahrain, Katar und Vereinigte Arabische Emirate zusammengenommen.

Die Saudi Arabia Solar Industry Association (SASIA) hat das Solarbündnis Solar GCC Alliance ins Leben gerufen, um die sehr unterschiedlich aufgestellten Solarindustrien der sechs GCC-Staaten zu vertreten. „Ziel der neuen Solar GCC Alliance ist es, die beteiligten Länder darin zu bestärken, ihren eigenen unabhängigen Weg im Solarsektor fortzuführen, während gleichzeitig eine Infrastruktur für ein gemeinsame internationale Zusammenarbeit gefördert wird“, so Browning Rockwell, Gründer der SASIA.  

Die offizielle Gründung der Solar Alliance der Golfstaaten (Solar GCC Alliance) wird im Rahmen des World Future Energy Summit 2014 stattfinden, das vom 20. bis 22. Januar im Abu Shabi National Exhibition Centre in den Vereinigten Arabischen Emiraten stattfindet. Als private Industrieinitiative stellt das Solarbündnis eine Plattform dar, die mit Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar, Kuwait, Bahrain und Oman zusammenarbeitet und deren Solarindustrien entscheidend vorantreiben wird.

Die Homepage der Solar GCC Alliance (www.solargcc.com) führt zu den separaten Domains der sechs beteiligten Länder. Später werden Jordanien und Marokko folgen, um der rasanten Entwicklung im Bereich Solar, die beide Nationen in den letzten Jahren vollzogen haben, gerecht zu werden.
 
„Wir wollen Unternehmen und Regierungen, die Energiewirtschaft und akademische Institutionen benachbarter Staaten sowie die internationale Gemeinschaft dazu ermutigen, unsere Anstrengungen zu unterstützen, um das Potenzial, das in der MENA-Region im Bereich Solar steckt, voll ausschöpfen zu können“, erklärt Browning Rockwell.

Lokale Ressourcen nutzen
Um die lokale Entwicklung im Bereich Solar sowie die Zusammenarbeit zu stärken, gründete die Solar GCC Alliance das Young Solar Champions Professional Stipendium-Programm. Das Programm wurde von SASIA in Leben gerufen und durch die Renewables Academy (RENAC) AG in Berlin, einer der führenden pädagogischen Experten für Erneuerbare Energien, gefördert. Ziel des Programms ist es, geeignete Angehörige aus GCC-Ländern für Solar-Management-Trainings zu finden, um ein Netzwerk von Solarfachleuten aufzubauen.

Die Anforderungen an lokale Arbeitskräfte steigen in allen Golfstaaten weiter an. Da der Solarmarkt kontinuierlich weiter wächst, ist es enorm wichtig ausgebildete Managementkräfte zu finden und auszubilden. Jedes Land hat eine gute Basis an Arbeitskräften,  die in diesem Programm geschult werden könnten“, erläutert Browning Rockwell.

„Ministerien, die nationale Programme für Erneuerbare Energien leiten, suchen talentiertes Personal, das mit den Vorgängen in der Solarbranche vertraut ist. Während es viele Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung gibt, liegt die reale Herausforderung auf der kommerziellen Seite“, so Rockwell weiter. Das von der Industrie geförderte Schulungsprogramm wird mit internationalen Solarunternehmen kooperieren, um Mitarbeiter im mittleren und Topmanagement für die Bereiche Verwaltung und Finanzierung von PV-Projekten sowie für die kommerziellen Aspekte der Solarenergie zu schulen.

„Das Young Solar Stipendium-Programm zielt genau auf die zukünftige Entscheidungsträger und Manager ab, die dann das nötige Know-how haben, um die Entwicklung im Solarsektor in ihren Ländern weiter vorantreiben zu können“, erklärt Berthold Breid, Geschäftsführer der RENAC.

Der viertägige Intensivkurs behandelt den gesamten Projektablauf bis zur Inbetriebnahme. Kombiniert werden Seminar, Networking und Besichtigungen bei Unternehmen vor Ort. Teilnehmer werden optimal in der Leitung und Budgetierung von mittleren bis großen PV-Projekten geschult und erhalten einen Einblick in die Ökonomie der Solartechnologien in Nahost und Nordafrika. Ausgestattet mit einem umfangreichen Wissen können Sie dann in ihrem jeweiligen Land tätig werden.

Am Eröffnungstag der WFES 2014, am 20. Januar 2014, richten die Solar GCC Alliance und SASIA in Zusammenarbeit mit EuPD Research die Veranstaltung „The Path to Solar Wealth in the GCC – Effective Brand Building“ aus.

Während des VIP Networking- und Dinner-Empfangs haben Unternehmen die Möglichkeit, mit hochrangingen Entscheidungsträgern aus der lokalen und internationalen Solarbranche Kontakt aufzunehmen, um sich in den GCC-Märkten zu etablieren. Der Empfang wird von Baker Botts and SkyPower FAS Energy gesponsert.

Hintergrund Saudi Solar Industry Association (SASIA)
Sein enormes Potenzial für Solartechnik eröffnet dem Königreich von Saudi-Arabien die einzigartige Möglichkeit, eines der fortschrittlichsten Länder der Welt in der Energieversorgung zu werden. Die Saudi Arabia Solar Industry Association (SASIA) ist ein nichtstaatlicher Verband, der versucht, dies in die Realität umzusetzen, sodass in Saudi-Arabien und dem Mittleren Osten das gesamte ökonomische und ökologische Potenzial der Solarenergie ausgeschöpft werden kann. Ziel ist es, die nationale und regionale Solarindustrie zu vereinen, sodass das große solare Potenzial von Saudi-Arabien und dem Mittleren Osten in einer wirtschaftlich und ökologisch tragfähigen Lösung zusammengefasst wird, die dem wachsenden Energiebedarf gerecht wird.

Hintergrund Solar GCC Alliance
Ziel der neuen Solar GCC Alliance ist es, die beteiligten Länder darin zu bestärken, ihren eigenen unabhängigen Weg im Solarsektor fortzuführen, während gleichzeitig eine Infrastruktur für gemeinsame internationale Zusammenarbeit auf diesem Gebiet gefördert wird. Das Bündnis wurde von der Saudi Arabia Solar Industry Association gegründet und ist ein privatwirtschaftliche, von der Industrie geförderte Einrichtung. Sie unterstützt lokale Talente und Kapazitäten in den GCC-Ländern.

Hintergrund RENAC
Die Renewables Academy AG (RENAC) mit Firmensitz in Berlin, Deutschland, ist einer der international führenden Anbieter für Schulungen im Bereich Erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Seit der Gründung im Januar 2008 haben mehr als 3.300 Teilnehmer aus über 130 Ländern von der Expertise der RENAC auf den Gebieten Technologie, Finanzierung, Managing und Marktentwicklung im Bereich alternative Energien profitiert.