Neue Klimaallianzen schmieden

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Auch in 2025 hat sich der Klimawandel verschärft, Wetterextreme sind häufiger geworden, Schäden und menschliches Leid haben zugenommen. Klimaforscher warnen weltweit von nicht wieder rückgängig zu machenden Klimakipppunkten. In Deutschland haben kürzlich die Deutsche Meteorologische Gesellschaft und die Deutsche Physikalische Gesellschaft einen eindringlichen Appell an die Politik gerichtet, diese Entwicklung nicht zu ignorieren. Im Gegensatz zu der aktuellen erratischen und planlosen Energiepolitik müsse die Wirtschaftspolitik wieder auf den Pfad für mehr Klimaschutz zurückgeführt werden, so der Verband für Wirtschaft und Umwelt.

Der Landesverband Solarenergie in Rheinland-Pfalz bekräftigt seine Forderungen nach einer stärkeren Klimaallianz zwischen EU und China. Beide Wirtschaftsräume seien in etwa gleich groß und wirtschaftlich gleich stark. Hier biete sich eine wesentlich stärkere Zusammenarbeit an. Nicht Zollkriege, wie sie die USA führe, sondern Joint Venture bei europäischen Solarstandorten oder der Batterieherstellung würden die Transformation der Wirtschaft und die notwendige Dekarbonisierung voranbringen. Mit seinen zahlreichen Partnerschaften in Europa, Asien und USA könne Rheinland-Pfalz ein Motor für neue Klimaallianzen werden.

Dass die Bundesregierung und die Entscheider in der europäischen Automobilbranche weiterhin auf ineffiziente Verbrennerantriebe setzen wollen und den Elektrofahrzeugmarkt China überlassen, sei kein Ausdruck von Wirtschaftskompetenz. Dies ähnle der unsäglichen Wirtschaftspolitik, die den deutschen Solarmarkt vor 10 Jahren freiwillig an China opferte und heute von Abhängigkeiten und Einführung von Zöllen rede. Für die Fossilindustrie und ihre politischen Befürworter werden ihre derzeitigen Erfolge bei den Klimagipfeln schnell zu einem Pyrrhussieg verkommen. Denn mit steigenden und verheerenden Extremwetterereignissen wird der Druck auf rückständige Geschäftsmodelle mit Gas, Öl und Kohle steigen.

Europa und Deutschland haben ihre Rolle in der globalen Klimapolitik noch nicht gefunden. Finanzielle Mittel für Klimaanpassung lösen das Problem des Klimawandels nicht. Die immer häufigeren Katastrophen können damit nicht aufgefangen werden. Eine strenge Politik des Nicht-Verbrennens ist die Grundvoraussetzung für eine Begrenzung der globalen Erderwärmung. Klimaanpassungsmaßnahmen, CO₂ Verpressung in den Untergrund oder gut gemeinte Naturschutzmaßnahmen bei gleichzeitigen uneingeschränktem Verbrennen und Gas, Öl oder Kohle bedienen eine Feigenblattpolitik. Wir benötigen jetzt Klimaallianzen mit Staaten, die sich zum Verbrennen-Aus bekennen, so die Verbände abschließend.