Darmstadt – Seit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier zuletzt den „Aktionsplan Stromnetz“ zur Chefsache gemacht hat, ist die Energiewende wieder in aller Munde.
Dabei geht es nicht nur darum, neue Trassen zu bauen, um den Strom von der Windproduktion im Norden zum verbrauchsstarken Süden zu transportieren. Die große Zahl von Noteingriffen in den laufenden Betrieb durch die vier großen Netzbetreiber sind auch ein Indiz dafür, dass das deutsche Stromnetz noch nicht auf einen stetig steigenden Anteil an Strom aus erneuerbaren Energien ausgelegt ist. Neben dem Ausbau der Trassen ist es elementar, das Netz an die speziellen Anforderungen von Erneuerbaren Energien anzupassen. Ein System, das über jahrzehntelang nur auf Strom aus fossilen Brennstoffen ausgelegt war, ist nicht mehr zeitgemäß.
Aber wie soll das nachhaltige Energiesystem der Zukunft aussehen?
Gibt es Ansätze um die Zahl der Noteingriffe umgehend zu minimieren und damit die Kosten für den Verbraucher zu senken? Wie können die bestehenden Stromleitungen effizienter genutzt werden bis die wichtigen Nord-Süd-Trassen
2025 Entlastung bringen?
Hier lohnt ein Blick über den Tellerrand: Um die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen, setzten sich weltweit zahlreiche Länder ambitionierte Ziele für die Stromversorgung aus erneuerbaren Energien. Eine der zentralen Hürden ist dabei für alle die Ausgestaltung der bestehenden Energiesysteme.
Um schnell zu Ergebnissen zu kommen, gilt es internationale Erfahrungen zur Netzintegration erneuerbarer Energien auszutauschen, unkonventionelle Lösungen und innovative Forschung zu präsentieren und zielorientiert zu
diskutieren: auf internationaler Ebene an der Schnittstelle zwischen Industrie und Forschung.
Gelegenheit dazu bietet die Grid Integration Week vom 15. – 19.10.2018 in
Stockholm: die renommierten 8. Solar & 17. Wind Integration Workshops werden dabei vom 2. E-Mobility Power System Integration Symposium begleitet, das sich mit der Netzintegration von E-Mobility befasst.
Rund 500 Teilnehmer – von Übertragungs- und Verteilnetzbetreibern über Hersteller von Windenergie-Anlagen, Solar-Wechselrichtern, Ladestationen bis zu Hochschulen und Forschungsinstituten sowie Versorgungs- und Beratungsunternehmen – finden sich zur Grid Integration Week zusammen.
Zu den Partnern der Konferenzen gehören einflussreiche Akteure der Branche wie ENERCON, Vattenfall, Ørsted, DIgSILENT, ESIG, ENTSO-E, Solar Power Europe, Wind Europe, Power Circle und The Renewable Grid Initiative.
Mit mehr als 50 Präsentationen in 11 E-Mobility Sessions, mehr als 70 Präsentationen in 17 Solar Sessions und mehr als 110 Präsentationen in 23 Wind Sessions deckt die Grid Integration Week ein weites Themenspektrum ab:
von Grid Codes über Netzdienstleistungen bis hin zu Speicherthemen.
Das Programm bietet beispielsweise eine gemeinsame Session zur IEA Wind Task
25 und der PV Integration Task 14, in der die Highlights und Trends internationaler Zusammenarbeit bei der Netzintegration von Solar- und Windenergie vorgestellt werden. Darüber hinaus widmet sich eine Session dem Grid Forming Inverter und eine weitere den NEDO Wind Generation Forecasting Projekten.
Neben den regulären Sessions bietet die Grid Integration Week zahlreiche Networking Angebote wie E-Mobility und Wind Tutorials, Posterempfänge mit Flash Talks und das kombinierte Solar und Wind Dinner im Vasa Museum.
Weitere Informationen sind abrufbar unter:
http://windintegrationworkshop.org/
http://solarintegrationworkshop.org/
http://mobilityintegrationsymposium.org/





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