Mehr als 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich am 5. Februar 2026 in der Sky Lounge des Weserstadion in Bremen zum Netzwerk-Event von Kalipe Energie getroffen. Im Mittelpunkt standen Mieterstrommodelle für Mehrfamilienhäuser – diesmal ausdrücklich in Kombination mit Wärmetechnik als Hebel für Sektorenkopplung und Wertsteigerung. Begleitet wurde das Programm von Impulsen aus der Praxis: Vor Ort waren unter anderem Oliver Fischer und Michael Kreiselmeyer.
Sektorenkopplung im Mehrfamilienhaus: Strom vom Dach, Wärme im Keller
Der Tenor vieler Gespräche: Mieterstrom ist längst nicht mehr nur ein „PV-Thema“, sondern wird im Bestand erst dann wirklich attraktiv, wenn Eigentümer Strom, Wärme und Betriebskonzepte gemeinsam denken. Genau dort setzt die Kombination mit Wärmetechnik an – etwa über Wärmepumpen, elektrische Heizstäbe für Pufferspeicher oder ein intelligentes Energiemanagement, das Eigenverbrauch und Lastgänge optimiert.
Für Investoren und Bestandshalter ist das doppelt relevant: Einerseits sinken operative Kosten (Strom-/Wärmebezug), andererseits steigt die Vermietbarkeit, weil Modernisierung und Nebenkostenargumente zusammenlaufen. Dass Kalipe Energie die Perspektive stark aus dem Immobilienbestand heraus aufzieht, passt zur eigenen Positionierung als Begleiter für Vermieter, Solarteure und Wohnungsunternehmen bei der Umsetzung von Mieterstrom.
Steuerliche Optimierung als Rendite-Booster
Einen besonderen Fokus erhielt das Thema steuerliche Struktur – vor allem dort, wo PV, Mieterstrom und Gebäudeinvestitionen zusammenkommen. Michael Kreiselmeyer legte den Schwerpunkt auf Hebel wie Investitionsabzugsbetrag (IAB) sowie saubere Gestaltungen rund um Betreiber- und Vertragsmodelle. In der Diskussion wurde deutlich: Bei Solar- und Mieterstromprojekten entscheidet nicht nur die Technik, sondern oft die steuerliche und vertragliche Architektur darüber, ob ein Projekt „rechnet“ – oder im Alltag stecken bleibt.
Brücke zu Fix & Flip: Zielgruppe Investoren strategisch abholen
Damit die Energiethemen nicht „nebenher“ laufen, spannte das Event bewusst den Bogen in Richtung klassischer Immobilienstrategie. Genau hier passt der Beitrag von Oliver Fischer: Wer Investoren erreichen will, muss Mieterstrom plus Wärmekonzept als Teil einer Gesamtstrategie vermitteln – von Ankauf, Capex-Planung und Modernisierungsfahrplan bis Exit-Logik. Die Veranstalter hatten diese Verbindung auch kommunikativ gesetzt: Wertsteigerung durch energetische Aufwertung, Mieterstrom als Renditehebel und Fix-&-Flip-Praxis wurden als zusammengehörige Bausteine angekündigt.
Fischer selbst fasste die Stimmung am Ende so zusammen: „Die Leute hier sind kaufmännisch sehr, sehr gebildet …“ – und machte zugleich deutlich, dass eine Wiederholung wahrscheinlich sei und Interessierte „unbedingt dabei sein“ sollten.
Ein weiterer praxisnaher Baustein kam von der Deutsche Solar Initiative (DSI): Mit Konstantinos Brellas war ein Referent vor Ort, der sowohl die Anlagenperspektive (Planung/Umsetzung von Photovoltaik) als auch die Wärmetechnik abdeckt. Gerade für die im Beitrag skizzierte praktische Umsetzung und die Best-Practise waren ein wichtiger Gegenpart zu Business-Case und Steuermodell – denn neben der wirtschaftlichen Struktur entscheidet in der Praxis oft die technische Auslegung, Regelung und eine saubere Ausführung.
Erfahrung aus der Immobilienwelt seit 1997 als Differenzierungsmerkmal
Ein wiederkehrendes Motiv des Abends war außerdem die Frage, wie sich Energie-Investments in der Immobilien-Praxis bewerten lassen – also jenseits reiner Kilowattstunden-Argumentation. Kalipe Immo verweist dabei auf eine lange Marktkenntnis: Das Familienunternehmen wurde 1997 gegründet; die Immobilienperspektive prägt die Herangehensweise im eigenen Bestand bis heute.
Format: Stadionführung, Impulse – und kurze Netzwerk-Sprints
Neben dem fachlichen Fokus setzte das Event auf Tempo und Austausch: Stadionführung, Eröffnung und Impulse wechselten sich mit kompakten Networking-Phasen ab. Für die Kontaktanbahnung waren Netzwerktische als Touchpoint, Snacks und Drinks rundeten einen angeregten Austausch ab.
Unterm Strich zeigt das Treffen in Bremen: Mieterstrom entwickelt sich – gerade im Mehrfamilienhaus – dann zur echten Investmentstory, wenn Sektorenkopplung (Wärme) und steuerliche Optimierung von Anfang an mitgedacht werden.





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