Metalle als saisonaler Energiespeicher: TU Darmstadt veröffentlicht E+E Insight Paper

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Das kompakte Paper richtet sich an Entscheidungsträger:innen in Politik, Wirtschaft und Industrie und hebt die Potenziale von Eisen als Ergänzung zur Wasserstofftechnologie hervor.

Im Fokus steht ein geschlossener Kreislauf: Eisen wird verbrannt und setzt dabei CO₂-freie Wärmeenergie frei. Das entstehende Eisenoxid kann mithilfe von grünem Wasserstoff oder Elektrolyse wieder in Eisen umgewandelt werden. Dieser Prozess ermöglicht eine langfristige Energiespeicherung ohne Selbstentladung und könnte neue Märkte für saisonale Speicherlösungen eröffnen.

Das E+E Insight Paper beschreibt ein Szenario, in dem überschüssiger Solarstrom aus Südeuropa oder Windenergie aus Nordeuropa genutzt wird, um Eisenoxid in seine Ausgangsform umzuwandeln. Anschließend könnte das Speichermaterial nach Mitteleuropa transportiert und dort zur Wärme- und Stromerzeugung eingesetzt werden – eine Perspektive, die nicht nur zur Dekarbonisierung beiträgt, sondern auch die Basis für neue Energiemärkte schaffen könnte. Eine Demonstrationsanlage an der TU Darmstadt soll zeigen, dass diese Speichertechnologie auch im industriellen Maßstab funktioniert.

Die Reihe E+E Insight Paper hat zum Ziel, innovative Konzepte aus dem Forschungsfeld vorzustellen, die Antworten auf zentrale Herausforderungen der zukünftigen Energieversorgung geben – gemäß dem Leitgedanken Think. Link. Do.

Die vollständige Publikation ist online verfügbar unter:
https://doi.org/10.5281/zenodo.15132557